Ausflugsziele und Tipps für den Bayerischen Wald

Wandertipps und Reiseinformationen für Ostbayern

13. April 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Palmsonntag -Brauchtum in Ostbayern

Palmsonntag- letzter Sonntag der Fastenzeit

Palmweihe

Am heutigen Sonntag feiert man den Palmsonntag. Im Bayerischen Wald konnte ich heute eine Palmweihe beobachten. Mehrere hundert Gläubige versammelten sich um einen geschmückten Brunnen (Osterbrunnen). Sie wollen ihre mitgebrachten Palmsträuße vom Pfarrer segnen lassen.

Die Tradition der Palmweihe geht auf den Einzug Jesu Christi in Jerusalem zurück. Man streute  den Besuchern ( Ankommenden) in Jerusalem Palmzweige, da Palmen ein heiliger Baum war.

Weidenkätzchen oder Buchs

Bei uns gibt es ja meist keine Palmen, deshalb kommen bei der Palmweihe Weidenkätzchen oder Buchsbaumäste zum Einsatz. Besonders prächtige Palmsträuße sind mit bunten Schleifen oder sogar mit Wachsmedaillons verziert.

Palmzweige

Palmsträuße im Weidenkorb – fertig zur Weihe

Die geweihten Sträußchen werden mit nach Hause genommen und oft hinter das Kruxifix gesteckt. Kinder bringen mehrere Sträuße mit zur heiligen Messe, um diese dann Familienangehörigen mit zu bringen.

Der Brauch der geschmückten Osterbrunnen ist jüngerer Natur. Vor etwas mehr als einhundert Jahren wurden wohl die ersten Osterbrunnen in Franken geschmückt. Dieser Brauch wurde nach und nach in ganz Bayern übernommen. Sehr verbreitet ist er im Bayerischen Wald, wenn auch nicht flächendeckend.

Geschmückter Osterbrunnen

Geschmückter Osterbrunnen

 

6. April 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Lamberg – der Hausberg nahe der Stadt Cham

Der Friedrich-Nietzsche Wanderweg nahe Cham

Wirtshaus Lamberg

Das Wirtshaus am Lamberg, Nähe Chammünster

Der 7 km lange Wander-Rundweg zum und um den Lamberg bei Chammünster neben der Kreistadt Cham

Schädelhaus

Gebeine an der Urkirche zu Chammünster

war unser heutiges Ziel sein. Der Wanderweg beginnt für uns an der Urkirche in Chammünster. Dort gibt es genügend Parkplätze ( auch für zwei  Busse ). Die alte Kirche und das Gebeinhaus am angrenzenden Friedhof sollte man sich unbedingt vor der Wanderung  noch anschauen.

Das Bild mit dem menschlichen Schädelhaufen schaut jetzt zwar etwas gruselig aus, solche Gebeinhäuser gibt es öfter auf Friedhöfen, und sind also nicht ganz so ungewöhnlich.

Übrigens kommen die Schädel und Gebeine aus alten Gräbern, die ihre Besitzer aufgegeben haben und dann aufgelassen wurden. Man sammelte die Gebeine der verstorbenen früher eben in solchen  Gebeinhäusern oder man stapelte sie in der jeweiligen Krypta auf. Leicht gruselig ist es alle mal, finde ich jedenfalls.

Jetzt gehts aber weiter über den Gehweg in Richtung Ausschilderung Ödenturm, eigentlich die Burgruine Chameregg, bzw. der verbliebene Turm der Burg, der mit viel Mühe und Metallstreben zusamengehalten wird.

Aber unser Ziel liegt viel weiter oben. Nach dem Ortsausgang gibt es einen Aussichtspunkt, von dem aus wir über Chammünster in Richtung des Satzdorfer Weiher blicken können. Die Hinweisschilder zu Nietzsche sind mir ehrlich gesagt er hier aufgefallen. 1867 besuchte der Philosoph und Schriftsteller gemeinsam mit einem Freund die Stadt Cham und wanderte tatsächlich noch am Tag seiner Anreise auf den Lamberg. Der Wanderweg wurde allerdings erst 2006 nach dem Schriftsteller benannt.

Ödenturm Chammünster

Der Ödenturm am Rundwanderweg zum Lamberg

Der Wanderweg führt stetig und in leichten Schleifen bis kurz unter den “Gipfel” des Lamberg, wo man dann schon das Kirchlein, eine Wallfahrtskirche, sehen kann. Ein letztes, recht steiles Stück Weg und man steht vor der Kirche. Daneben befindet sich ein Wirtshaus, bei dem man leider im Moment nicht sagen kann, ob es bewirtschaftet ist oder nicht, denn es gibt Streit. Vielleicht sollte man sich vor der Wanderung kundig machen, wenn man einkehren will. Ansonsten gilt, eigene Brotzeit mitnehmen. Den Heimweg kann man über die kurze Strecke nach Hof nehmen oder auf dem gleichen Weg wieder zurück gehen.

Der schnellste Weg zum Gipfel des Lamberg
Für alle Wanderer mit sehr wenig Zeit gibt es eine Kurzstrecke zum Gipfel. Im  Chamer Ortsteil Hof hinter Chammünster hält man sich Richtung Haderstadl und  kommt zu einem kleinen Wanderparkplatz ” Am Zissler Kreuz”. Von hieraus kann man in ca. 30 Minuten die Wallfahrtskirche Lamberg erreichen. Wie auch immer man nach oben geht, wer droben ist, freut sich erst mal über die Aussicht.

Wer den ganzen Rundweg machen möchte, ist etwa 2-3 Stunden unterwegs. Der Weg  insgesamt ist meist recht gut zu begehen, aber ab und an auch etwas steiler. Der Ausblick von oben ist aber sehr schön, wenn auch manchmal sehr bewaldet, und die mitgebrachte Brotzeit schmeckt nach dem geschafften Anstieg immer am besten.

Ausblick Lamberg

Der Weitblick vom Lamberg

 

Nietzsche-Hinweistafel

 

30. März 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Bayerischer Wald – wo sich Störche zuhause fühlen

Was kann man im Bayerischen Wald bei Regen oder wenig Schnee unternehmen?

Seit über einem Jahr schreiben wir hier, was wir bei unseren Streifzügen, Begegnungen und Ausflügen  im Bayerischen Wald alles erleben und erfahren. Ein oft gehörtes “Vorurteil” ist die angebliche Düsternis der Waldregion.  Doch wir denken, dass dies nur sehr bedingt zutrifft und wenn es zutrifft, wirkt die Landschaft fast schon klischeehaft mystisch finster und kalt. So ein Winterabend mit tief verschneiten Wäldern und heimelig leuchtenden Fenstern in der Dunkelheit hat ja auch was für sich, oder?

Brütender Storch im Landkreis Cham

Brütender Storch im Landkreis Cham

Wir fassen für euch heute einmal unsere schönsten Ausflüge der vergangenen zwölf Monate, unsere Highlights, zusammen. Wir finden, die sollte man unbedingt mal besuchen. Das heißt natürlich nicht, dass wir uns in den kommenden zwölf Monaten auf die faule Haut legen wollen. Wir werden wieder fleißig unterwegs sein und euch dann berichten. Gerade haben wir für 1 Woche im Unteren Bayerischen Wald eine Unterkunft gemietet. Von dort aus sind Finsterau, Lusen, Rachel und noch einiges mehr unser Ziel. Ihr könnt  hier immer mitverfolgen und nachlesen, was passiert. Und vielleicht machen wir euch ja Lust auf Abenteuer im Bayerischen Wald. Und hier unsere Highlights:

Goldsteig-über 600 km Wanderweg

Waldgrenze im Juni am Enzian

Eindrücke am Kamm des Goldsteiges

Viele kennen die Region zwischen Passau und Waldmünchen als Wandergebiet. Das ist sie auch, eine ganz besonders schönes Wandergebiet obendrein. Auf dem Premiumwanderweg ” Goldsteig” kann man über den höchsten Berg des Bayerischen Waldes, den Arber wandern und die wild romantische Gegend erleben. Auch wenn sein Ruf und auch sein Anblick in den letzten Jahren gelitten hat, ist dieser Waldberg ein echtes und ganz besonderes Erlebnis.

Glaskunst seit mehr als 700 Jahren

Glasschale Riesig

Himmelsschale von Ronald Fischer

Das Glas -  hier in Ostbayern entstanden schon im 15.Jahrhundert die ersten Glashütten, die bis in die heutig Zeit betrieben werden. An einigen Standorten kann man täglich den Glasbläsern bei der Arbeit zusehen. Der Gläserne Garten in Frauenau Die Glashütten von Thersienthal sindebenfalls legendär. Dort wurden Gläser für viele Fürstenhäuser in ganz Europa gefertigt. Zum Glück konnte man in den letzten Jahren diese bedeutetende Glashütte für die Zukunft retten. Wir waren begeistert von den vielen wertvollen Glaskunst-Objekten.

 Atemberaubende Aussichtspunkte

Baumei im Baumwipfelweg

Das Baumei im bay. Wald, Hauptakteur im Baumwipfelweg

Aussichtspunkte gibt es viele, hier im Bay. Wald. Aber so ein Holzei, dass ist schon etwas ganz besonderes. Gut 40 Meter hoch, kann auch von Rollstuhlfahrer bis fast ganz nach oben befahren werden.

Ein weiterer sehenswerter Aussichtspunkt ist die Burg Weissenstein, die genau auf dem Großen Pfahl, der 150 km Quarzader steht.

Von der Burgruine Runding sieht man ebenfalls an klaren Tagen sehr weit. Die Burgruine kann dazu noch kostenlos besichtigen. Das ist, wenn man mit Kindern unterwegs ist, auch einmal ganz praktisch und sparsam, nicht bezahlen zu müssen. Wer die Burg besuchen möchte sollte sich unbedingt vorab das Flugvideo in unserem Artikel ansehen.

Unter dem Bayerischen Wald- Schratzellöcher, alte Zechen und Keller

SchratzllochIm letzten Jahr waren wir auch das ein und andere Mal unterirdisch für euch unterwegs. Gerade bei dem Video in den Schratzelloch war das nicht ganz so einfach. Allein mit Stirnlampe und Videokamera und dazu auch noch etwas erzählen, brachte mich dann doch ganz schön zum Schwitzen. Aber ich will nicht jammern, gerne gemacht.

Schrazellöcher nennt man auch Erdställe. Wer wissen will was das genau ist, kann hier nachlesen. Diese uralten Schlupflöcher gibt es in einigen Orten. Aber nicht alle sind öffentlich zugänglich. Wir haben eines für euch ausfindig gemacht. Einfach oben nachlesen.

Wer Spass hat sich unterirdisch fort zu bewegen, kann diese in der Fürstenzeche und den Postkellern in der Stadt Regen tun. Die Fürstenzeche haben wir in unserem Beitrag genauer beschrieben.

Der älteste Baum in Bayern

älteste Linden in Deutschland

1000 Jahre alte Linde in Ried

Diese alte Linde hat mich sehr überrascht. Obwohl ich schon viele Jahre in dieser Gegend unterwegs bin, hatte ich doch von ihre Existenz keine Ahnung. Ab und zu höre ich aber das gleiche auch von Einheimischen. Deshalb hier nochmal ein Foto von der 1000 jährigen ( oder sogar noch älteren) Wolframslinde und somit wohl dem älteste Baum Bayerns.

 

Hier könnt ihr weiterhin jede Woche neue Tipps zu Kurzreisen, Urlaub und Wochenendtipps im Bayersichen Wald lesen. Ich freue mich auf euren Besuch.

23. März 2014
von Wanderer
1 Kommentar

Die gläsernen Gärten von Frauenau

Wo kann man Glaskunst im Bayersichen Wald sehen?

Glasboot

Ein Boot aus Glas – Glasarche II von Ronald Fischer gegenüber dem Glasmuseum in Frauenau

Die gläsernen Gärten von Frauenau befinden sich in der Gemeinde mit gleichen Namens. Tatsächlich sind wir schon desöfteren durch Frauenau gefahren und uns sind die Glasobjekte in der Ortsmitte aufgefallen. Das wollten wir uns jetzt mal genauer ansehen.

Wo liegt Frauenau?

Der Ort liegt im mittleren Bayerischen Wald im Dreieck, bestehend aus den Städten Zwiesel, Grafenau und der Kreisstadt Regen. Außerdem befindet es sich direkt an einem der höchsten Berge des Bayerischen Waldes, des Rachelhöhenzuges.

Was sind die Gläsernen Gärten?                           

Frauenau wird auch oft das “Gläserne Herz” des Bayerischen Waldes genannt, namhafte Glashütten und -manufakturen sind hier seit langem, nämlich Jahrhunderten, beheimatet. Auf Initiative mehrere Einheimischer startete man ein Projekt, in dem die beiden größten Schätze der Gegend, die Natur und das Glas, vereint werden sollten. Glaskunst im freien Raum.  Auf 20.000 Quadratmetern stehen die Objekte vieler Glaskünstler/innen, in der Ortsmitte, um das Glasmuseum, auf dem Gelände der ältesten deutschen Glasbläserei von Poschinger und auf dem Gelände der Glashütte Eisch. Der Eintritt ist frei und die Objekte sind ganzjährig zu besichtigen.

Übersicht der einzelnen Objekte

Übersicht der einzelnen Objekte

Einen guten Überblick über die Gärten und die Lage der einzelnen Objekte bietet ein Flyer, den man hier herunterladen kann. Die Künstler und ihre Werke sind im Lageplan genau vermerkt. So kann man sich vor dem Spaziergang durch die Gärten schon einmal einen Überblick verschaffen. Eilige Vorbeireisende können sich so auch nur einzelne Objekte “auf die Schnelle” ansehen.

Uns haben das Glasboot (Glasarche II) von Ronald Fischer und das Lichtgewächs von Alexander Wallner sehr gut gefallen.

Lichtobjekt aus Glas

Lichtgewächs von Alexander Wallner am Glasmuseum Ortsmitte von Frauenau

Auf dem Gelände von Deutschlands ältester Glashütte von Poschinger befindet sich ein Wassergarten mit Glasobjekten, einem Steg und allerlei Glasstehlen. Man erreicht das Gelände von der Ortsmitte in 10 Minuten Fußmarsch. Hier kann man, genau wie bei der Glashütte Eisch, den Glasbläsern bei der Arbeit zu sehen.

Mitten in den Gärten befindet sich auch das Glasmuseum, 1975 von der Gemeinde errichtet und getragen. Es ist ein bekanntes Spezialmuseum, das sich nicht nur dem Glas im Bayerischen Wald widmet, sondern auch dem Glas allgemein.  Neben einer umfangreichen Sammlung kann man auch immer wieder Sonderausstellungen besuchen. 2005 wurde das Museum neugebaut und konzeptiert. Da Frauenau, wie viele Gemeinden mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte und hat, wurde das Glasmuseum ab 2014 vom Bayerischen Freistaat übernommen.

Glasgarten mit Wasser

Der Glasgarten auf dem Gelände von Poschinger

Der Ort Frauenau ist ein sehr alter Glashütten-Standort. Erste Glasbläser sind seit dem Jahre 1420 bekannt. Der Wald in der Umgebung bot damals mit einer Unzahl an Holzvorräten die optimale Voraussetzung für die Glasherstellung. Heute übernimmt Gas die Stelle der  Holzkohle ein, die für  die Energieerzeugung der Glasherstellung benötigt wird.

Die Touristinformation Frauenau bietet nach Vereinbarung Gruppenführungen durch die Gläsernen Gärten (40€) an.

Telefon: 09926- 94100

Glasschale Riesig

Himmelsschale von Ronald Fischer

16. März 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Museum in Sankt Oswald

Das Waldgeschichtliche Museum am Nationalpark Bayerischer Wald in St. Oswald

Sonderausstellung mit schaurigen Masken bis 01. Juni noch zu sehen.

Auf einer Fahrt in der Gegend von Grafenau sind wir am Wochenende in St.Oswald gelandet. Wir wussten, dass es hier ein “waldgeschichtliches Museum”gibt, aber wo es genau ist, war uns unbekannt. Und nachdem wir jetzt dort waren, wissen wir auch warum. Von aussen sieht das Museum unscheinbar aus und wir haben es eher aus Zufall gefunden. Das dürfte wahrscheinlich vielen Besuchern der Gemeinde St. Oswald so ergehen. Viele laufen vermutlich einfach daran vorbei und denken eher an ein Schulgebäude aus den letzten Jahrzehnten. Dabei ist dieses Museum wirklich sehr interessant und vor allem unterhaltsam, mich hat es vor allem an “Mitmachmuseen” aus anderen Ländern erinnert. Vielleicht sollten die Betreiber des Museums also wenigstens über einen Aufsteller vor dem Eingang nachdenken. Die gerade laufende Sonderausstellung der Fotografin Daniela Blöchinger aus Altschönau, im Untergeschoss des Museums, ist fantastisch, jedenfalls war wir sehr begeistert. Die solltet ihr euch unbedingt noch vor dem 01.06.14 anschauen. Ich hoffe, es findet sich eine Folgeausstellung in der Nähe, damit die großartigen Fotos über die schön,schaurigen Masken und, noch besser, Ihre Träger/innen noch lange öffentlich zu sehen sind. Der Eindruck, dass ein jeder in seine Maske passt, drängt sich geradezu auf, je öfter man hinsieht.

Waldmuseum Bayerischer Wald

Das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald am Nationalpark Bayerischer Wald

Das Museum ist wie ein großer Baum konzipiert und zeigt in der Mitte des Gebäudes einen Baumstamm, an dem man über Holztreppen ins Ober-, bzw. Untergeschoss gelangt. Die Art des Museums ist nicht eine sterile Bilderaneinanderreihung, sondern ist eher so aufgebaut wie in Skandinavien oder Nordamerika, man kann sich beteiligen und darf alles anfassen.

Im Obergeschoss befindet  sich eine Ausstellung mit Informationen zu Brauchtum, Mystik und Leben der Waldler. Die meisten der Schautafeln sind “interaktiv”, h. h. man kann alles berühren und dann erzählt das Bild. Auch eine Menge Bildschirme gibt es, die man durch Berühren zum Leben erwecken kann. Wunderbar die Bewohner eines Hofes im Bayerischen Wald, die auf “Touch”, etwas von sich erzählen. So plant die Magd “ins Amerika zu gehen”, nach Chicago zu ihrer Schwester. Bekannte Stimmen, wie die von Ilse Neubauer, Gerd Anthoff oder Udo Wachtveitl sprechen. Oder es erzählen junge Menschen aus dem Bayerischen und Böhmischen Wald, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Fast alle wichtigen Infos gibt es zweisprachig, tschechisch-deutsch. Schön fand ich auch, dass sich eine Tafel den Schrazellöchern (Erdstall) widmet. So ein Loch hatte ich ja vor Kurzem mit der Videokamera mal besucht.

Kennt ihr den Unterschied von Fichte und Tanne?

Erklärung von Baumarten

Hier werden die Hauptbaumartn des Bay. Waldes schön erklärt – kurz und interessant

Es klingt etwas banal, aber der Unterschied zwischen einer Fichte und einer Tanne ist gross, aber meist nicht bekannt. Hier im Museum, dass sich dem Wald verschrieben hat, kann man den Unterschied hören. Ich möchte nicht zuviel verraten, nur das eine vielleicht – es hat auch mit den Zapfen zu tun. Das Museum verfügt über eine Menge an Displays, auch ein Aufzug, der durch die Jahrmillionen fährt ist dabei, und Infotafeln. Die sprechenden Baumsäulen haben mir auf jeden Fall mit am besten gefallen.  So habe ich auch mein Wissen über die Tanne auffrischen können, man lernt halt nie aus.

Magmakammer

Hier beginnt der Rundgang, die Magmakammer schwankt und ist heiß

Vor einem großen Panoramafenster stehen Hörmuscheln mit einer Hörstation. Hier kann man  verschiedenen Persönlichkeiten aus dem Bay. Wald. , wie Emerenz Meier, Waldschmidt oder Hans Watzlik  kennenlernen und aus ihren Werken hören, und gleichzeitig die Landschaft draussen auf sich wirken lassen. Viele der aufgeführten Namen kenne ich leider nicht. Es gibt also viel zu lernen, wer weiß denn schon, dass bereits 500 v. Chr. im Bereich um Passau die Kelten Graphit, also “Bleistifte”, abgebaut haben.  Oder was hat es mit dem Wasservogelsingen auf sich? Warum trug man früher eine Fraiskette und was versteht man unter dem Wolfsausläuten? All diese Fragen finden Ihre Antwort im Museum.

Im Untergeschoss befinden sich die Toiletten und ein Ausstellungsraum. Dort habe ich eine Videoinstallation gesehen, die ich euch unbedingt zeigen möchte. Das sollte doch auch eure Kinder in den Bann ziehen oder?

Schaukasten Maskenausstellung

Einer der Schaukästen der Sonderausstellung ” Wer steckt dahinter?”

Und hier ein Auszug der Maskenausstellung und Fotos über die Träger/innen und ihre Masken.

Ausflugsziel mit Kindern – auch bei Regen

Wer mit Kindern im Bayerwald unterwegs ist, sucht ja auch immer ein Ziel, dass man bei Regen ansteuern kann.  Und das hier eignet sich bestens, und bitte, einfach alles ausprobieren, was zum Mitmachen angeboten wird. Keine Scheu vor Museen. Der Eintritt ist frei und es ist auch jetzt im Winter/Frühjahr von 9.00-17.00h offen.

Ausstellung Masken

Fotoausstellung zu Masken und ihre Träger

Fazit: Der Besuch des Museums lohnt sich, nicht, weil es keinen Eintritt kostet, sondern weil es  sehr gut und informativ gemacht ist und es zeigt einen Querschnitt des Bayerischen Waldes und seiner Bevölkerung.

Also, unbedingt anschauen!

Der Mann hinter der Maske

Ein Träger mit seiner Maske – Ausstellung in St. Oswald bis 01.06.14

Rauhnachtgestalten sind wir im Dezember begegnet, seht selbst.

15. März 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Ferienwohnung Furth im Wald

Anzeige

Ferienwohnung Stocker in ruhiger Lage

Ferinewohung in Furth im Wald

Ferienwohnung Stocker in Furth im Wald

Furth im Wald

Ruhig gelegene, gemütliche Ferienwohnung für 2 Personen mit Balkon, überdachtem Freisitz, Liegewiese und Grillmöglichkeit. Unser Haus ist in 15 (gemütlichen) Gehminuten von der Stadtmitte entfernt. Die abgeschlossenene Ferienwohnung ist ca. 40 qm groß und hat ein Schlafzimmer, eine Wohnküche mit Polsterecke, TV-Sat. und Küchenzeile, Bad mit Dusche und WC, Zentralheizung und Balkon.

Fewo mit Küche

Küchenzeile in der Wohnküche

Bettwäsche und Handtücher werden von uns gestellt und sind im Preis von täglich 25 Euro inbegriffen. Zum Bahnhof Furth im Wald ist es etwa 1000 Meter.

Gemütliches, helles Schlafzimmer

Gemütliches, helles Schlafzimmer

Fewo Polsterecke

Polsterecke in der Ferienwohnung

Kontakt: Telefon: 09973-2757   Email: gerlinde61h@online.de

Eschenweg 14 in 93437 Furth im Wald

8. März 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Der Storch als Frühlingsbote

Heute habe ich den ersten Storch in diesem Jahr gesehen.

Ankunft der Störche im Bayerischen Wald 2014

Der erste Storch ist angekommen- 8.März 2014

Ist er nicht schön? So stolz steht er im Nest und hält Ausschau nach seiner Braut. Diese wird erst in einigen Tage kommen, wie jedes Jahr. Wir drücken dem Storchenpaar ganz fest die Daumen, dass es in diesem Jahr mit dem Nachwuchs klappt. Im letzten Jahr sind leider sehr viele Nester ohne Nachwuchs geblieben. Die Jungen sind wegen des vielen Regens im Mai und Juni gestorben.

Neues Jahr neues Glück!

Heute morgen habe ich mich sehr gefreut als ich das erste Klappern des Storches gehört habe. Bis ich aber meinen Fotoapparat bereit hatte, war Storch aber schon wieder weg. Erst am Nachmittag dann hatte ich Glück und bekam ihn vor die Linse. Nicht jeder in der unmittelbaren Nachbarschaft hat die Ankunft mitbekommen. So habe ich heute gleich unserer Nachbarin davon erzählt. Das freut die Menschen in der Stadt alle Jahre wieder, wenn der Storch gesund zurück aus seinem Winterquartier in Furth ankommt.

Wenn ihr euch für Störche im bayerischen Wald interessiert findet ihr hier einen Artikel und drei Videos aus dem Jahre 2012 über das Storchenpaar bei der Aufzucht seiner Jungen in Furth im Wald.

 

 

7. März 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Veranstaltungstermine gesucht

Wir suchen für unseren Veranstaltungskalender  noch Termine im Bayerischen Wald.

Sonnenaufgang im Februar - Osser-Hohenbogen

Sonnenaufgang im Februar – Osser-Hohenbogen

Wer möchte uns dabei unterstützen und Termine von Festen, Feiern und Veranstaltungen melden?

Ihr dürft eure eigene Veranstaltung melden oder eine euch bekannte.

Wenn Ihr noch etwas zu dem Termin sagen könnt, her damit. Wie z.B. wann geht es los, wo liegt der Ort, um was geht es, etc.?

Unsere Leser und die Urlauber im Bayerischen Wald werden es euch danken.

Wir werden uns bemühen alle Termine zu berücksichtigen, müssen aber die Terminmeldungen nachvollziehen können. Damit wir keine “Geistertermine” hier schreiben, die es nicht gibt.

Wie melde ich eine Veranstaltung?

Ganz einfach. Ihr schreibt den Vorschlag hier in die Kommentare oder meldet es auf unserer Facebookseite. www.facebook.com/ausflugszielebayerischerwald.de Die Veranstaltung muss natürlich öffentlich sein, logisch, sonst ist es ja für die Besucher uninteressant.

Was habe ich davon?

Du hilftst mit die Ausflugsziele im Bayerischen Wald noch attraktiver zu gestalten. Deine Veranstaltung oder die deines Vereines bekommt mehr Zuschauer und mehr Umsatz!

 

Wer möchte kann seinen Namen in Klammern schreiben. Dann schreiben wir euch als Unterstützer mit zu den Terminen hinzu.

Los gehts, wo geht ihr dieses Jahr hin? Schreibt es uns hier rein.

 

2. März 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Sankt Englmar

Die Marktgemeinde bei den Bergkuppen von Predigtstuhl und Pröller  zählt zum zweit größten Urlaubsort im Bayerischen Wald.  Und dies schon seit vielen Jahren, nämlich seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Kontinuierlich als Wintersportort aufgebaut, versucht man augenscheinlich, sich auch für Sommergäste zu positionieren. Der Name geht vermutlich auf einen Eremiten Engelmarus zurück. Der Ort selbst entstand vermutlich um 1300 als Wallfahrtsort. Davon kündet heute noch die Kirche im Ort, in ihr kann man einen sehenswerten, alten Hinterglaskreuzweg bewundern. Bekannt sein dürfte auch der Brauch des sogenannten “Englmari-Suchen” jeden Pfingstmontag.

Kirche Sankt Englmar

Kirche in St. Englmar im Bayerischen Wald

St.Englmar liegt auf etwa 900m Höhe im Landkreis Straubing Bogen und wird erreicht entweder über die B20 von Straubing herkommend oder über Bad Kötzting/Miltach in Richtung Viechtach. Der Ort wird durch die Skigebiete Predigtstuhl und Pröller mit ihren familienfreundlichen Pisten, sowie Loipen eingerahmt und durch Freizeiturlauber anscheinend stark frequentiert. Für Familien scheint es, wenigstens uns, ein recht idealer und idealgelegener Urlaubsort zu sein.  Mittlerweile haben sich mehrere Gemeinden in der Gegend zusammengeschlossen, um noch attraktiver für Urlauber zu werden.
Neben einem wunderschön gelegenen Kurpark mit Kneippanlage und angelegten Badesee, einen Naturbadeweiher samt Steg und nahegelegenen Einkehrhäusl, gibt es noch eine Sommerrodelbahn und eine Erlebnismühle. Etwa am tiefsten Punkt in St. Englmar wurde ab 1988 dieser Kurpark mit vielen Sitzbänken und weiteren Attraktivitäten errichtet. Ausserdem gibt es noch einen Kletterwald, den wir nicht ausprobiert haben, sowie eine “family world”, in der Indoorhalle, wie man so schön sagt, fürs Schmuddelwetter. Trimmpfade, Kräuterlehrpfad, Barfussweg, usw. , gibts auch noch.  Im nahegelegenen Maibrunn kann man auch noch den Waldwipfelpfad besuchen.

Badeweiher Bayerischer Wald

Naturbadeweiher im Kurpark St. Englmar

Wir waren jetzt im Februar unterwegs, und obwohl bei diesem Wetter wenig mit Wintersport zu machen ist, konnten wir sehen, dass die Gemeinde sich viel um die Urlauber kümmert.

Und trotz des schlechten Wetters haben wir uns vorgenommen, im Frühjahr oder Sommer noch hier vorbei zuschauen, vor allem , um den Badeweiher zu testen.

 

 

23. Februar 2014
von Wanderer
1 Kommentar

Hinterglasmalerei – Neukirchener Schule

Hinterglasmalerei  – alte Handwerkskunst aus dem Bayerischen Wald

Wer im Bayerischen Wald unterwegs ist, ahnt kaum, dass hier einmal bekannte Malerschulen existierten. Überwiegend Hinterglasmalereien sind dabei überliefert, die man heute noch in Kirchen, Kapellen und Kreuzwegen bestaunen kann.

Hinterglasmalerei

” Hinterglasbild aus unserer Zeit, gemalt von Robert Haimerl- 2013

Besonders zu erwähnen ist darunter die sogenannte “Neukirchener Schule”. Darunter versteht man heute überwiegend die Malschulen der Familien Wittman und Stoiber. In der Zeit von etwa 1751 bis 1884 wirkten diese familiären Malbetriebe und  schufen dabei eine beachtliche Anzahl von Bilder, vor allem eben für die Wallfahrtsorte wie z.B. Neukirchen beim heiligen Blut. Glaubt man den Unterlagen der Chronisten, so besuchten im Jahre 1752 etwa 70.000 Wallfahrer Neukirchen.  Die Anzahl der Wallfahrer stieg in den Jahren nach den Erbfolgekriegen ständig an. Darauf stellten sich die Künstler ein und versuchten ihr Geld in der ansonsten kargen Gegend mit dem Malen zu verdienen. Die Gläubigen beteten in der Wallfahrtskirche Neukirchen b. hl. Blut und kauften Andachtsbilder und Votivbilder. Die Heiligenbilder waren u.a. bemalte Glasplatten, sogenannte Hinterglas-Bilder aus den oben genannten Malschulen.  Das Material für die Hinterglasbilder bezogen die Maler aus den nahen Glasbetrieben. Es gab aber noch mehrere andere solcher Malschulen, die heute nicht alle mit Namen überliefert sind. Die Konzentration innerhalb der Orte Neukirchen und dem nahen Haibühl führte dann auch zu dem Namen ” Neukirchener Schule“. Heute würde mal zu wohl ein anderes Wort benutzen wie etwas ” Kompetenzzentrum Glasmalerei”.

Als Begründer der Neukirchener Schule benennt man heute Johann Georg Wittmann (1715-1771). Er nutzte das Aufblühen der Wallfahrten für sein Geschäft und gab sein Wissen an die nächste Generation weiter. Neben Wittmann wirkte ein weiterer bekannter Maler, Andreas Stoiber ( 1778-1857)  der 1806 seine Werkstatt in Haibühl hatte. Andreas Stoiber erlernte wohl sein Handwerk beim oben erwähnten Johann Georg Wittmann.

Die ersten, hinter das Glas, gemalten Bilder aus dem Wallfahrtsort Neukirchen kann man auf die Zeitspanne von 1730-1740 festlegen.

Wie werden Hinterglasbilder gemalt?

Unser kleiner Videoclip soll euch zeigen, wie man ein Hinterglasbild malt. Der Maler kontrolliert dabei durch Drehen nach vorne immer wieder seine Pinselstriche. Die Hinterglasbilder werden meist mit Ölfarben gemalt und bedürfen einer langen Trockenzeit zwischen den einzelnen Malphasen.

Wo kann man heute Hinterglasbilder sehen?

Heute gibt es all diese Schulen nicht mehr. Die Häuser sind zum Teil abgerissen, die Werke findet man in einigen Museen in Ostbayern, Kirchen, Kapellen und Privatsammlungen. Einige Mussen haben ganze Abteilungen für die Hinterglasbilder eingerichtet. Die meisten Exemplare hat das Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling mit etwa 370 Bildern. Das Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. hl. Blut, das Waldmuseum Zwiesel, das Landestor Museum in Furth im Wald und das Wolfsteiner Heimatmuseum in Freyung besitzen Bilder in ihren Räumen.

Kreuzwegbilder Hinterglasmalerei

Zwei Hinterglasbilder des Kreuzweges in der Kirche in Sankt Englmar

Nur noch wenige Hobbymaler widmen sich heute noch der zeitaufwändigen Malkunst. Somit könnte mal wieder eine alte Volkskunst aussterben ohne das wir dies merken.

Literatur zum Thema: “Hinterglasbilder der Neukirchener Schule” von Raimund Schuster, Verlag Morsak. Das Buch ist aus dem Jahre 1975 und leider ausverkauft und nur noch im Antiquariat erhältlich.

 

Wer mehr zu Neukirchen beim heiligen Blut lesen möchte oder zum Klangweg, erfährt es in unseren beiden Artikeln.

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de