Ausflugsziele und Tipps für den Bayerischen Wald

Anregungen und Ideen zu Tagesausflügen in den Bayerischen Wald

16. September 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Eröffnung des Kulturhaus Blaibach

Blaibach – das neue Kultur-Highlight im Bayerischen Wald

Kulturhaus Blaibach - Foto Beierle

Kulturhaus Blaibach – Foto Beierle

In Blaibach, im Landkreis Cham ( Oberer Bay. Wald) wurde am Freitag Abend (12.09.14) um 19 Uhr das mit Spannung erwartete und nicht unumstrittene Konzerthaus feierlich eröffnet.

Blaibach, mit etwa 2000 Einwohner eher eine kleine Gemeinde, hat Mut bewiesen und der Bayerische Wald hat ein neues und ganz und gar ungewöhnliches Highlight. Der Bau besteht aus  sogenannten Glasbeton und der wurde auch in der Region gefertigt, nämlich im nahen Viechtach. Dieses Material, bisher noch nicht ausprobiert, soll für die phantastische  Akustik des futuristischen Kubus sorgen, der mitten im Ort aus der Erde ragt. Und wie man am Eröffnungstag, der ausgerechnet mit Haydns “Schöpfung” begangen wurde, erfahren konnte, die hohen Erwartungen bzgl. der Akustik wurden voll erfüllt.  Als Künstler traten unter anderem der Initiator Thomas E. Bauer, die Lofoten Voices, der Tenor Sebastian Kohlhep und die Sopranistin Ilse Eerens auf. Der Saal selbst, der vermutlich grandioses Musikerlebnis bieten wird, man für Traditionalisten eher abschreckend sein, ausser den eng und steil gestellten Eamesstühlen gibt es kaum Einrichtung, aber beeindruckend ist die Gestaltung in jedem Fall. Die nächsten Wochen finden leider noch keine regelmässigen Musikveranstaltung  statt, da man noch kleinere Arbeiten fertig stellen muss und nur für die Eröffnung war der Konzertbau freigegeben.

Blaibach wird sich mit dem neuen Konzerthaus wohl über die Grenzen Bayerns hinaus besten Ruf schaffen. In Bayern ist der ungewöhnliche Bau samt “Inhalt” schon jetzt einzigartig. Anders als mancher Ort im Bayerwald, schafft es meiner Meinung nach Blaibach mit dem Konzerthaus, sich ganzjährig für Gäste und Einheimische attraktiv zu machen. Ein Marketing der besonderen Art. Mir gefällt es sehr gut.

Konzerthaus illuminiert- Foto Beierle

Konzerthaus illuminiert- Foto Beierle

Hier die Bilder der Eröffnungsfeier.

Mit freundlicher Genehmigung von Kulturwald e.V.

 

Mehr Infos zum Programm  finden Sie unter: www.kulturwald.de

Konzerthaus am Tage - Foto Palm

Konzerthaus am Tage – Foto Palm

Der Initiator Thomas E.Bauer - Foto Palm

Der Initiator Thomas E.Bauer – Foto Palm

27. August 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Krumau-Český Krumlov so kommt ihr hin

Entdeckt den Böhmerwald – die mittelalterliche Stadt Krumau ist sehenswert.

Innenstadt-Krumau

Auch mehr als zwanzig Jahre  nach dem Fall des “Eisernen Vorhangs” ist es immer noch nicht selbstverständlich, den Böhmerwald (Tschechische Republik) zu besuchen oder gar als Urlaubsland in Betracht zu ziehen. Spricht man im Bayerischen Wald mit den Menschen und Einheimischen, so merkt man, dass sich ein guter Teil von Ihnen, wenig für ihren Nachbarn interessiert oder für Ausflüge nach “drüben” fährt. Für uns ist das nicht immer verständlich, denn die Besuche in Tschechien sind immer wieder interessant. Wer seinen Urlaub oder einen Ausflug im Bayerischen Wald plant, sollte auf jeden Fall den ein oder anderen Trip über Landesgrenze in sein Programm mit aufnehmen.

Zumal der Böhmerwald und das Gebiet des Nationalpark Sumava direkt an das Gebiet des Bayerischen Wald angrenzt. Eines der lohnenswertesten Ziele ist Krumau.

Schönes Gastroschild

Schönes Hinweisschild in Krumau

Die Altstadt von  Český Krumlov, wie es in der Landessprache heisst, wollten wir uns schon oft anschauen, in diesem Sommer war es jetzt aber so weit. Wir sind bei Philippsreuth in der Nähe von Freyung  über die Grenze gefahren, zur Orientierung haben wir als alte Kartenleser eine ganz normale Straßenkarte genutzt. Von hier sind es etwa 60km nach Krumau.  Eine Straßenkarte ist eigentlich recht praktisch, wenn man sein Reiseziel noch nicht kennt und auch schon mal rechts und links der “Piste” schaut, was es da so alles gibt. Wir sind ja neugierig und haben auch gleich ein paar alte Burgen dazu für einen weiteren Ausflug gefunden. Dazu aber einmal an anderer Stelle mehr. Für die Strecke brauchts übrigens keine Vignette, da man nicht auf der Autobahn fährt.

In Krumau angekommen, kann man sich einfach Richtung Stadtmitte halten und sich nach der Ausschilderung der großen Parkplätzen richten.  In der Stadt gibt es drei große Parkplätze und wir empfehlen auch unbedingt das Leitsystem zu nutzen. Der Parkplatz Nr 1 befindet sich direkt an der vorderen Stelle der Altstadt und an Sommertagen und in den Ferien, so wie bei uns , auch voll ausgebucht. Das dürfte aber kein Problem sein, denn alle großen Parkplätze sind nahe an der Innenstadt und diese ist immer innerhalb 10min zu erreichen.

Krumau-Flussseite

Am Parkplatz gibt es auch Toiletten und einen Parkscheinautomaten. Man kann hier in Kronen und Euro fürs Parken bezahlen!  Nach kurzem Spaziergang durch verwinkelte Gassen steht man auch schon im  Innenhof der Schloßanlage und es sieht wirklich fantastisch aus. Gerade in den engen Gassen wird es zwar in der Sommerreisezeit etwas eng, trotzdem …ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Cafes und Restaurants bieten viele Leckereien und Spezialitäten an Wie z.Bsp. ein interessantes Gebäck namens Tredelnic. Diese Gebäckrolle wurde im 18. Jahrhundert in der Slowakei entwickelt. Da man diese Süssspeise aber in vielen teschechischen Städten sieht, wollten wir es hier mal erwähnen.

Wir haben die Stadt und ihre Eindrücke gut drei Stunden auf uns wirken lassen, zwischendurch Kaffee getrunken und uns entspannt.

Nach unserem Besuch mussten wir uns aber noch dringend eine Flasche Met ( Honigwein) kaufen. Auf unserem Weg nach Krumau sind wir an vielen Häusern vorbei gekommen, die Honig und Met im Hauverkauf anboten. Da wollten wir doch zumindest mal probieren. Köstlich war er, der Honigwein.

Süsses in Krumau - Tredelnic

Süsses in Krumau – Tredelnic

Wir haben noch ein paar Burgen im Böhmerwald besucht, darüber lest ihr dann in Kürze mehr.

17. August 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Eisvogelsteig

Ein Erlebnis für Kinder – auch bei Regen

Kinder-Abenteuer

Im Tunnel wohnt die Wasserfledermaus

Der Eisvogelsteig ist eine kleine Wanderoute durch den Fluss, warum er eigentlich so heißt, wurde uns bei unseren Besuch zwar nicht klar, denn es gibt dort ja auch Fledermäuse, aber gefallen hat es uns trotzdem. Entschließt man sich, den Steig zu machen,  werden die Teilnehmer mit Watthosen und Klettergurten ausgestattet (5€ Leihgebühr), während des Durchwanderns sichert man sich mit einem Karabiner an einem durchlaufenden Stahlseil. Die Route dauert etwa 30 Minuten und ist für Kinder ganz sicher ein Mordsspass. Neben der Watthose erhält jeder Besucher übrigens auch noch einen Audioguide. der während des Rundganges durch den Fluss die einzelen Stationen genauer erklärt. Wir waren aber vom Feeling sich mit Klettergurt und in der Watthose durchs Wasser zu bewegen, und natürlich auch mal nass zu werden, überhaupt dem ganzen Spaziergang durch Fluss ganz begeistert, so dass der Audioguide für uns nicht so wichtig war und etwas in Vergessenheit geraten ist.

Abenteuerwandern

Sicher an Seilen durch den Fluss wandern

Vor uns und auch nach uns trafen wir Kinder mit ihren Eltern, die sich zu erst recht unsicher in die wasserdichten Hosen zwängten. Erst beim Einstieg isn Wasser löste sich die erste Verspannung sichtlich, vor allem bei den Kindern.

Ab 5 Jahren möglich
Kinder ab 5 Jahren können sich den Eisvogelsteig anschauen. Wobei man sagen muss, dass die Fünfjährigen nicht die komplette Route durchwandern können, da das Wasser an manchen Stellen für die Kleinen einfach zu hoch ist.

Karabinersicherung

So sichert man sich im Fluss beim gehen

 

So kommt ihr hin

Der Eisvogelsteig befindet sich auf dem Gelände des LBV Cham im Ort Nößwartling. Nörwartling liegt neben der Gemeinde Arnschwang im Landkreis Cham. Während der bayerischen Ferien hat die Anlage bereist ab 9 Uhr geöffnet, ansonsten ab 12 Uhr bis 16 Uhr. Das ganze nur von April bis September.

 

Unser kleines Video soll euch Mut machen es auch einmal zu probieren. Uns hat es riesigen Spass gemacht und die Gäste die wir an diesem Tag getroffen haben, waren es ebenfalls.

Was ihr sonst noch beim LBV erleben könnt, hier gehts zum Artikel. Im Nachbarort, Arnschwang waren wir auch schon in den Schrazellöchern. Was das ist, erfahrt ihr in unserem Video.

13. August 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Abenteuerspielplatz Neuschönau

Spielkrokodil aus Holz

Vorsicht vor dem Krokodil :-)

Wer mit Kindern im Bayerischen Wald unterwegs ist, ist natürlich auch desöfteren auf der Suche nach einem geeigneten Spielplatz für die Kleinen. Ab und zu erhalten wir auch Anfragen unserer Leser, ob wir nicht einen  schönen, vielleicht auch ein bißchen ungewöhnlichen Spielplatz wissen. Deshalb halten wir jetzt verstärkt auf unseren Touren die Augen offen, ob wir nicht was Geeignetes finden. Und gerade erst am letzten Wochenende sind wir auf einen tollen Platz gestossen, zugegeben, mehr aus Zufall.

Landschaftsweiher

Der Badeweiher am Spielplatz – baden auf eigene Gefahr.

Der Naturspielplatz mit Landschaftsweiher ist etwas versteckt im unteren Dorfteil von Neuschönau( am Nationalpark Bayerischer Wald) zu finden. Kombiniert ist der Spielplatz mit dem Landschaftsweiher, in dem man natürlich auch Baden kann und einer Kneippanlage. Deshalb ist der Spielplatz im Sommer besonders begehrt bei Gross und Klein. Es gibt dort auch Toiletten und Umkleideräume in einem Holzhaus. Zwar einfach ausgestattet, aber völlig ausreichend. Baden ist hier auf eigene Gefahr möglich. Für Kinder stehen Weidenhäuschen, eine Steinhöhle, ein grosses Holzkrokodil, ein Baumhaus, ein Baumstammsteg und natürlich eine Schaukel zum Toben bereit. Und natürlich kann man auch eine ganze Menge in der Natur selbst entdecken. Einen guten Teil des Charme des Naturspielplatzes macht die Lage aus, im Ort zwar, aber unter Bäumen, direkt am Weiher und mit wunderbarer Kulisse.

Kneippbad

Die Kneippanlage in Neuschönau

Direkt am Naturweiher steht eine Holzfigurengruppe, bestehend aus einer Bärenfamilie. Sie soll auf die Bedeutung des Bären in der Vergangenheit ( letzter Bär 1833) hinweisen. Jeder Nationalparkort hat sich einem Wildtier verschrieben. In Bayerisch Eisenstein ist es der Luchs, in Grafenau und Neuschönau ist es der Bär. Die bunten Logobären begegnen einen an vielen Stellen in Neuschönau u.a am Bärenpfad. Dieser beginnt etwas oberhalb des Spielplatzes und ist ein Wanderweg, der auch für Kinder geeignet ist. Es gibt 4 verschiedene Routen von 1 km bis zu 4,5 km Länge.

Bärenpfad-Tafel

Die Bären-Maskottchen mit der Karte zum Bärenpfad

Neuschönau ist ein guter Ausgangspunkt für andere Aktivitäten. Der Nationalpark (Tierfreigelände) liegt ja praktisch um die Ecke und ist knapp einen Kilometer entfernt. Ebenso der sehens- und erlebenswerte Baumwipfelpfad.

Die Gemeinde Neuschönau bietet zusätzlich während den Ferienzeiten eigene Kinderprogramme an.

Als Unterkunft und Restaurant in Neuschönau können wir aus eigener Erfahrung den Landgasthof Euler ,und zwar für gutes Essen und zur Übernachtung, empfehlen. Dort wird seit über 100 Jahren Wert auf guten Geschmack gelegt. Wir haben uns dort schon mehrfach mit genussvollen Speisen für unsere Touren gestärkt, oder abends unser “müdes Haupt gebettet”. Mittlerweile gibt es auch einen neu angelegten Terrassengarten abseits der Strasse.

3. August 2014
von Wanderer
1 Kommentar

Naturbad Neukirchen bei heilig Blut

Ein schönes, natürliches Badevergnügen im Oberen Bayerischen Wald

Baden auf eigene Gefahr, Kinder unter 8 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen zulässig.

Naturbad Neukirchen bei heilige Blut

Ein Blick über das Naturbad in Neukirchen

Ein Naturbad mitten in toller Landschaft und mit Blick auf den Hohen Bogen, das entstand 2013  in Neukirchen b. Heilig Blut. Das Projekt wurde durch Fördermittel der EU unterstützt.  Neukirchen liegt im oberen Bayerischen Wald zwischen Bad Kötzting und Furth im Wald. Bei herrlichen 28 Grad war es jetzt mal an der Zeit, uns dieses Freibad, dass mit einer Pflanzenkläranlage bestückt ist, genauer an zu schauen.

Pflanzenkläranlage

Viele verschiedene Gräser und Schilfe sorgen für sauberes Wasser

Das Bad ist bei guter Witterung von ca.8 Uhr bis zur Dämmerung ( spätestens 21 Uhr) geöffnet, der Eintritt ist frei und es gibt keine Schwimmaufsicht oder Bademeister. Das System mit der Pflanzenkläranlage hat uns schon immer begeistert. Ganz ohne Chemikalien eine so große Wassermenge sauber zu halten ist keine leichte Aufgabe. Die Wasserqualität wird täglich kontrolliert.

So bleibt das Wasser lange sauber

Man sollte vor dem Baden in den Duschräumen duschen und dabei ein leichtes Duschbad verwenden. Die Stege und den Aussenweg darf man nur barfuss betreten. Wenn man dann noch eine wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwendet, steht dem Badetag im Naturbad nichts mehr im Wege.

Holzsteg am Naturbad

Der Holzsteg zum Schwimmerbereich

Kiosk, Kleinkindbereich und Nichtschwimmer
Für jeden ist hier etwas zum abkühlen, ob Kleinkind oder Erwachsenen. Am Kiosk gibt es kühle Getränke, Kaffe und Kuchen. Dort befindet sich auch der Sonnenschirm und Liegenverleih (2€ + 10€ Pfand)
Der Nichtschwimmerbereich ist durch einen Holzsteg vom Schwimmerbereich getrennt. Die Schwimmer haben hier 4 Bahnen a 28 Meter zur Verfügung. Das Ganze bei einer maximalen Wassertiefe von 2,20 Meter. Neben dem “Becken” gibt es auch noch eine kleine Spielanlage für Kinder.

Bade-Kiosk

Der Kiosk sorgt für die Versorgung der Badegäste

Uns gefällt die Anlage auf Anhieb sehr gut. Alles wirkt sehr harmonisch, ruhig und erholsam. Ganz zu schweigen von einem wirklich fantastischen Blick auf die umliegende Landschaft.

Man erreicht das Naturbad entweder, indem man auf der Hauptstrasse durch den Ort Neukirchen den kleinen Berg hinunter fährt und dann gleich bei dem kleinen Brücklein nach links/bzw.rechts abbiegt und bei der nächsten Möglichkeit dann gleich wieder nach links(Es ist auch gut ausgeschildert), dann hat man schon den Parkplatz erreicht. Auf einer kleinen Anhöhe kann man schon das Naturbad sehen, der Fussweg dauert etwa 10min durch die Wiesen. Eine zweite Möglichkeit ist die Anfahrt beim Gewerbegebiet des Nachbarmarktes Eschlkam, dort fährt man etwa 100m Richtung Bad Kötzting, dann nimmt man aber gleich die Abzweigung schräg links nach Unterfaustern fahrt. Kurz vor Neukirchen gehts dann nach links zum Naturbad, ausgeschildert. Dieser Parkplatz liegt hier ganz nahe am Bad, ca. 30m unterhalb.

Die Baderegeln können hier nachgelesen werden

 

Auch interessant, der Klangweg in Neukirchen.

10. Juli 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Museum Finsterau

Von Freyung in Richtung Philippsreut über Mauth nach Finsterau

Freilichtmusum Finsterau

Im Museumsdorf Finsterau. Kräuterey mit Dorf-Backofen

Kürzlich haben wir das Freilichtmuseum Finsterau, im Unteren Bayerischen Wald nahe der tschechischen Grenze, besucht. Es gibt übrigens noch ein weiteres Freilichtmuseum im Bayerwald, nämlich in Massing Richtung Passau. Es ist  sozusagen das Partnermuseum. Der Name Finsterau klingt sehr ungewöhnlich, wenn auch etwas düster. Einerseits trifft das zu, wie wir bei unserem Besuch teilweise erfahren haben, nämlich wenn das Wetter sich blitzartig dem Namen anpasst, böig, wind, kalt und neblig, was wahrscheinlich der Höhe geschuldet ist, andererseits  auch wieder nicht, nämlich, wenn die Sonne lacht.

Der Ort Finsterau  liegt bei Mauth auf etwa 1000 Metern Höhe und in direkter Nachbarschaft zum zweithöchsten und geheimnisvollsten Berg des Bayerischen Waldes, dem Lusen. Das ist da, wo der Teufel angeblich mit Brot um sich geworfen hat, das dann zu Stein wurde, jedenfalls laut Sagen. Von Freyung aus  fährt man in Richtung Philippsreut über Mauth nach Finsterau, direkt an die tcheschische Grenze. Das Museumsdorf ist im Ort und auch so recht gut ausgeschildert. Es liegt gut 1,5 km ausserhalb von Finsterau.

Das Museumsdorf wurde 1980 errichtet und beherbergt Gebäude aus den vergangenen Jahrhunderten des Bayerwalds. Museumsdörfer oder Bauernmuseen sind jetzt nicht so meine Favoriten, da wir aber sowieso in der Nähe waren wollten wir uns das Dorf nicht entgehen lassen.

Die etwa 10 Hauptgebäude sind auf der Fläche so verteilt, wie  man sich das in einem etwas weitläufigerem Bauerndorf vorstellt. Die Häuser wurden größtenteils vor dem Verfall oder Abriss gerettet und manche sehr aufwändig Stein für Stein abgebaut und dort wieder aufgebaut. Die Arbeit hat sich aber gelohnt und man kann heute alte Bauern- und Wirtschaftsgebäude, sogenannte Sachl und Ställe, sowie die Geschichte ihrer Besitzer nach erleben. Manches ist komplett unverändert, mit den Kleidern und Geschirr der ehemaligen Bewohner. Die Schautafeln an den Häusern informieren anschaulich über das doch recht ärmliche Leben der Landbevölkerung im “Woid”.

Kapelle aus Holz

Die Holzkapelle im Freilichtmuseum Finsterau

Folgende Gebäude findet man im Freilichtmuseum Finsterau vor:

Die Dorfschmiede

Die Ehrn

Das Salettl

Der Kapplhof

Das Sachl

Der Tanzerhof

Der Petzihof

Das Schanzer Häusl

Die Hirschkopfhütte

Die Holzkapelle

Wenn man das Dorf in aller Ruhe durchspaziert und sich alles ansieht, sollte man etwa 2Stunden veranschlagen, mit Pausen und anderen Aufenthalten natürlich länger.

Im Museumsgebäude selbst, in dem sich Kasse und Information befindet, gibt es ein Cafe und Toiletten, bei schönen Wetter kann man sich auch in den gestalteten Innenhof setzen. Außerdem werden regelmässig Führungen und Kurse angeboten.

Das Museum betreibt auch eine eigene, kleine Produktion von Naturprodukten wie Löwenzahnmarmelade, Apfel-Vogelbeere-Marmelade,Kräuterschnäpse und vieles mehr. Diese werden im Museumsshop und dem dazugehörigen Onlineshop verkauft.

Die Öffnungszeiten des Freilichtmuseum Finsterau ( und Anfahrt) findet ihr hier.

Obwohl, wie oben schon erwähnt skeptisch, hat uns das Museumsdorf Finsterau doch sehr gut gefallen, interessant fanden wir vor allem die Holzkapelle und “Das Sachl” ( = kleine Habe)

Kleinst Bauernhaus

Hinweistafel mit Grundriss des Kleinbauernhauses “Sachl” genannt.

Wir haben uns das Dorf ohne Führung angeschaut.

Es gibt aber auch Aktionstage bei denen Brot gebacken, Butter gemacht oder Wäsche nach alter Tradition gewaschen wird. Diese Tage sind natürlich besonders für Kinder interessant und spannend. Das Programm kann man auf der Homepage des Dorfes  einsehen.

 

Ausflugsziele in der Nähe sind das Nationalparkinfozentrum, Baumwipfelpfad, Neuschönau, Lusenwanderwege(bitte vorher gut informieren) und der sehr nahe gelegene tschechische Ort Kvilda und Außergefild.

 

25. Juni 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Das steinerne Kirchlein

Ist das eine richtige Kirche im Wald?

Diese Frage haben wir uns auch gestellt, als wir das erste Mal vom Steinernen Kirchlein gehört haben. Als wir auf dem Weg zum Wackelstein waren, sind wir bei den Wanderwegweisern dann wieder auf diesen ungewöhnlichen Namen gestoßen. Und diesmal haben wir unserer Neugierde nachgegeben und uns auf dem Weg zu dem ominösen Kirchlein gemacht. Und es hat sich gelohnt, wir können diesen kleinen Wanderausflug nur empfehlen.

Steinernes Kirchlein

Gerade am Steinernen Kirchlein angekommen

So geht es zum Steinernen Kirchlein (30-45 Gehminuten v. Entschenreuth)

Von Entschenreuth folgt ihr dem Hinweisschild zum Wackelstein, über den Wackelsteinweg bzw. Strasse. Am Ortsende befindet sich ein Parkplatz, von dort geht es zu Fuß weiter, bis man auf mehrere Wegweiser trifft, dort nach links in den Wald hinein abbiegen.  Dann einfach immer dem vorgegebenen Wanderweg ca. 20-30Minuten folgen. Hier ist übrigens auch der Rundweg der bis zum Wackelstein und wieder zurück führt, alles in allem etwa 8km lang. Der Weg zum Kirchlein dagegen führt anfangs ganz flach, aber stetig aufwärts, am Ende des Weges geht es  aber kurz recht steil nach oben, die  beeindruckenden Felsformationen kann man von hier schon durch die Bäume erahnen. Direkt davor stehen, sind wir von der Größe der hier aufgeworfenen und aufgeschichtenten  Felsbrocken ziemlich begeistert..

Wer hier aber eine Kirche mit Dach und Altar sucht, ist fehl am Platz, woher der Name “Steinernes Kirchlein” rührt, kann man aber gut erahnen. Die Felsen selbst sind so engstehend, das sich nur ein schmaler Weg zwischen ihnen hindurch findet.  Kleine Höhlungen und Hohlräume, sowie steinerne Sackgassen sind zu  finden, alles in allem wirkt es wie riesiges Bauwerk.

Innenansicht Steinernes Kirchlein

Die Felsengruppe des Kirchleins von innen gesehen.

Der Ort hier oben wird von manchen Besuchern als mystisch empfunden und so entstanden wohl auch allerlei  Mythen und Geschichten, die man glauben oder nicht glauben kann. So wird zum Beispiel eine große Felspalte von einem Autor als “Schoßstein” bezeichnen. Manche erzählen hier auch von Opfersteinen, Göttinnensteinen oder Plätze für keltische Rituale. Ob irgendetwas davon der Realität entsprich oder früher so genutzt wurde, wir konnten dazu nichts finden. Auf jeden Fall aber ist dies ein sehr eigener Ort. Wer sich das Kirchlein anschauen möchte, wird wissen, was wir damit meinen.

Ausserdem ist es ja nicht so, dass wir auch nicht heute noch solche Rituale und Orte haben wie man auch an der Tradition der Totenbretter sehen kann.

Wer sich mehr über dieses Thema informieren möchten, dem können wir das Buch von Manfred Böck “Opfersteine, Göttinnenquellen und Druidenthrone” empfehlen. Es geht darin um Kultstätten und geheimnisvolle Plätze im Bayerischen Wald.

Mystische Felsen

Auch die Nachbarfelsen wirken sehr mystisch.

 

22. Juni 2014
von Wanderer
Keine Kommentare

Totenbretter – seltenes Brauchtum aus Ostbayern

Ein ungewöhnliches, wenn gleich sehr auffallendes und prägendes  Merkmal in der Landschaft des Bayerischen Waldes, also Niederbayerns oder der Oberpfalz,  sind die Totenbretter, Leichenbretter, Verwahrbretter oder welche Bezeichnung es für diese Denkmäler es sonst noch gibt. Man sieht sie neu, frisch lackiert und beschriftet, oder fast schon vermodert und bemoost mit alten, kaum leserlichen Sprüchen oder auch vom Zahn der Zeit nur leicht benagt und verwittert, senkrecht aufgestellte Bretter, die den Namen eines Verstorbenen tragen und meist auch ein passendes Sprüchlein über den Verblichenen dazu. Auch heute noch und wieder immer öfter werden sie nach alter Tradition am Wegesrand, vor Friedhöfen, an Wegen oder vor Bauernhöfen aufgestellt.

Totenbretter

Totenbretter an der Burgruine Runding

Es sind auch Zeugen von  Brauchtum und Tradition aus alten Zeiten ohne offizielles Leichenschauhaus, als man seinen Toten noch ohne Scheu begegnete und vor allem, als der Tod noch Bestandteil des Lebens war.
Woher kommt dieser Brauch, einfach Bretter auf zu stellen? Es dürfte recht schwierig sein, dazu, vor allem als Laie, konkrete Aussagen zu machen. Vielleicht ist es so,  dass das Totenbrett früher als Sarg diente. Man konnte sich  teure Holzsärge wahrscheinlich meist nicht leisten. Särge zur Bestattung wurden in Bayern auch erst ab Ende des 17. Jahrhunderts eingeführt. Davor bahrte man die Verstorbenen zu Hause auf dem Totenbrett auf. Zu dieser Zeit fand man auch die erste Erwähnung, nämlich in Steingaden in der Oberpfalz.

Verstarb jemand, war es Usus, dass die Leute ins Haus kamen , zum Sterberosenkranz oder zum Verabschieden. Der Verstorbene wurde auf einem Brett aufgebahrt, das normalerweise seine Länge hatte und danach, wenns zur Beerdigung ging, wurde das Brett entfernt, mit einem kleinen Dach zum Schutz vor Verwitterung versehen und dann aufgestellt.                                                                          Auf  jeden Fall musste für reichausgestattete  Bretter irgendwo ein Schreiner ( Totenbrettlmacher )in der Nähe oder im Ort sein und gab es Maler und Hinterglasmaler im Umkreis, waren die Bemalungen der Totengedenkbretter reichhaltig verziert.
Heute gibt es natürlich  Gesetze für Bestattungen, der Brauch der Totenbretter hat sich aber im Bayerischen Wald (sehr vereinzelt auch in Oberbayern) erhalten. Die Bretter sollen an den Verstorbenen erinnern und so haben diese eine kleine Gedenkstätte an ihrem Lieblingsplatz oder eben auf dem früheren Hof.

Die Totenbretter sind mal schlicht, mal recht aufwendig. Ab und zu kann man aber auch recht unterhaltsame Sprüche auf ihnen lesen.So mancher Woidler möchte sich nicht auf die Sprüche der Gedenkbrettschreiber verlassen und hat sich schon zu Lebzeiten sein Brett selbst gemalt. Natürlich stand dort dann auch das zu lesen, was man sich selbst ausgedacht hatte. So ein Gedenkbrett schuf sich zu Lebzeiten u.a. der Schriftsteller Siegfried von Vegesack (1888-1974) und legte es unter seine Couch, auf der er täglich schlief. Diese humorvolle Geschichte stammt aus dem Buch ” Totenbretter” von Reinhard Haller. Von Vegesack lebte auf der Burg Weissenstein in seinem “fressenden Haus”. Das Grab Siegfrieds von Vegesack und sein Totenbrett befinden sich in der Nähe der Burg Weissenstein ( i.d.N.d. Stadt Regen) im Wald.

Totenbretter-St.-Englmar

Diese Totenbretter stehen im  St.Englmar

Spruch-Totenbrett

Inschrift eines Totenbrett

Um dem ein oder anderen keinen Schreck einzujagen, dort wo die Bretter stehen, ist niemand begraben. Die Verstorben sind auf dem Friedhof und die Totenbretter stehen meist ganz wo anders.

Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem sei das sehr umfassende Buch “Totenbretter” von Reinhard Haller, erschienen im Morsak Verlag, empfohlen. Es bietet vor allem auch eine recht umfangreiche Bildersammlung zu den aufgestellten Totenbrettern und hat 347 Seiten.

 

12. Juni 2014
von Wanderer
2 Kommentare

Elche im Nationalpark Bayerischer Wald

Tierfreigelände in Neuschönau am Nationalpark

Elche im Gehege

Elche gibt es im Gehege und in freier Wldbahn im Bayerischen Wald ( Rentier im Tierpark Lohberg)

Zum zweiten Mal in ebenso vielen Jahren machten wir einen Ausflug ins Tierfreigelände des Nationalparks Bayerischer Wald. Beim ersten Besuch herrschte große Hitze, die der Wald zwar gut dämmte, aber die Tiere verhielten sich eher wie wir selbst und suchten sich schattige, kühle Plätze. Immerhin einige schläfrige Wölfe und Uhus haben wir gesehen. Diesmal waren wir kurz nach den Eisheiligen im Mai und es war noch etwas kühl. Also hatten wir die Hoffnung, einige der Waldbewohner direkt zu sehen. Natürlich ich das Freigehege eben ein Gehege, aber man kann mit Glück eben die Tiere sehen.  Angereist sind wir von Mauth/Finsterau kommend, der häufigste Weg dürfte aber der über Grafenau sein. Gleich hinter dem Ort Neuschönau, direkt gegenüber dem Baumwipfelpfad, befindet sich der zentrale Informationsplatz des Nationalpark Bayerischer Wald. Dort oder auf der anderen Strassenseite beim Hans-Eisenmann-Haus kann man problemlos parken. Hier befindet sich auch noch ein kleiner Imbiss und Toiletten.

Im Freigelände selbst gibt  es ebenfalls Toiletten, der Örtlichkeit angepasst halt. Bei der Rückkehr aus dem Gelände kann man aber auch noch im Hans-Eisenmann-Haus essen und relaxen. Das Tierfreigelände selbst  ist ein groß angelegtes Waldstück mit verschiedene Gehegen für die im Nationalpark vorkommenden Tierarten. Dies ist eine Möglichkeit, die in freier Wildbahn sehr scheuen Tiere, zu beobachten.  Man darf aber keinen Tierzoo erwarten. Die Tiere haben hier Rückzugsmöglichkeiten und man braucht auf jeden Fall etwas Geduld und Glück um die Tiere beobachten zu können. Dafür kann man dann aber Wisente, Luchs, Braunbär, Elch und auch Wölfe sehen, ebenso, wie schon erwähnt, meinen Freund, den Uhu oder die witzigen Fischotter. Das gesamte Gelände ist als großer Rundgang, der je nach Tempo zwischen zwei und vier Stunden dauern kann. Wer also mit Kindern unterwegs ist, Proviant einpacken. Der Großteil der Wege ist mit Kinderwägen befahrbar, allerdings gehts manchmal gut bergauf. Eintritt ist auf dem gesamten Tierfreigelände frei. Im Waldghege ist rauchen verboten und ebenso das Mitnehmen von Fundstücken. Hunde dürfen nicht frei laufen gelassen werden, wer möchte kann seinen Vierbeiner auch abgeben, außerdem dürfen die Wildtiere nicht gefüttert werden!

Luchs beim Fressen

Ein Luchs im Tierfreigelände

Die im Gelände ansässigen Elche haben vor Kurzem den so seltenen Nachwuchs bekommen zwei kleine Elche können bestaunt werden. Was die wenigsten wissen, Elche werden auch immer wieder in freier Wildbahn gesehen. Meist sind es noch einzelne Jungbullen. Diese stammen von den Wildbeständen aus dem nahen Moldaustausee-Waldbereich. Dort sind die Elche bereits heimisch.

Neben dem Elch sind aber auch die Luchse bereits seit einigen Jahren in den Wäldern in Ostbayern heimisch. Wenn auch mit viele Mühen gehegt und leider auch einigen Rückschlägen. So werden immer wieder von Menschen vergiftete Tiere gefunden, was anscheinend aus  Bosheit oder Wut geschieht, denn die Tiere sind keine Gefahr für Menschen. Bei unserem letzten Besuch hatten wir großes Glück und konnten einen Luchs direkt vor uns fressen sehen, allerdings immer auf der Hut.

Mein Lieblingstier im Tierfreigelände ist eindeutig und immer wieder der Wolf und…natürlich….der Uhu. Der scheint mich mittlerweile schon zu kennen, denn jedes Mal, wenn ich ihn anschaue, dreht er sich völlig desinteressiert weg und ich sehe nur noch sein eindrucksvolles Rückengefieder.

Ein Besuch im Tierfreigelände ist auf jeden Fall immer wieder anders und interessant.

Haselhuhn

Ein Haselhuhn im Tierfreigelände gesehen

8. Juni 2014
von Wanderer
1 Kommentar

Wackelstein

Ein besonderes Ausflugsziel für Kinder im unteren Bayerischen Wald

Steine faszinieren die Menschen, sind sie doch schon Millionen Jahre alt und und sie existieren noch immer. Aber Riesensteine, zumal ihre Form auch noch so ungewöhnlich ist,  erinnern uns im ersten Moment wohl eher an Aterix & Obelix, Hinkelsteine oder Dolmengräber als an eine reale Welt. Doch es gibt sie tatsächlich auch in Bayern, und nicht nur in mythenbewehrten Orten wie Schottland oder die Bretagne. Allerdings sind die Exemplare, meist aus Gneis oder Granit,  eher selten. Aber….es gibt sie…die riesengroßen Wackelsteine! Geformt und abgeschliffen in tausenden, ja manchmal sogar Millionen von Jahren durch natürliche Gegebenheiten.

Und wenn man dann vor so einem Naturexemplar steht, lautet wahrscheinlich immer die erste Frage……

Wacklestein unterer Bayerischen Wald

Der Wackelstein im unteren Bayerischen Wald in der Gemeinde Saldenburg

Warum heißt der Stein, Wackelstein?

Ganz einfach, weil eine Person, an der richtigen Stelle stehend, den Stein zum wackeln bringen kann. Gut, nur minimal, aber er wackelt. So ein Stein entstand meist aus einer Laune der Natur heraus und ist ohne menschliches Zutun dort an der Stelle, an der er jetzt liegt und das wahrscheinlich schon unvorstellbar viele Jahre. Man schätzt das Alter solcher Steine bzw. des Gesteins auf ca. 300 Millionen Jahre. Damals wurde er aus einer glühenden Masse im Erdinnern heraus gespuckt. Wie lange er allerdings  jetzt schon als Wackelstein dient, wissen wir leider nicht.

Die beeindruckendste Ansicht des Wackelsteines ist wohl die von rechts stehendend. Von da sieht der Koloss aus wie in riesiger Mund aus Stein, mit einem lächelnd verzogenen Mundwinkel wohlgemerkt. Betrachtet man dann den Felsbrocken von den anderen Seite, könnte man denken, es ist nicht der gleiche, sondern eine ganz andere Felsformation. So erging es uns am Wackelstein. Dieser urzeitliche Riese fasziniert bestimmt jeden seiner  Besucher und es geht eine unerklärliche Faszination von ihm aus, wenn man in dieser Waldstille direkt vor ihm steht, er zieht manchen in seinen Bann.

Steinmund Wackelstein

Ein “Steinmund” der Wackelstein ist fast 4 Meter breit und wiegt ca. 50 t

 

Wie komme ich zum Wackelstein?

Wanderweg von Entschenreuth (4 km)

Es gibt von Entschenreuth, in der Gemeinde Saldenburg einen Wanderweg ( Wackelsteig, Nr. 84), der 4 Kilometer lang ist. Den wollten wir eigentlich gehen. Aber wir haben uns auf der Hälfte des Weges verlaufen und sind dann umgekehrt. Den Grund dafür haben wir dann am Rückweg gefunden. In einer Rechtskurve geht der Wackelsteinsteig gerade aus den Berg hoch, wir sind weiter den Hauptweg gefolgt. Das Hinweisschild mit der Nr. 84 lag leider am Boden.

Die Touristinformation Saldenburg hält eine spezielle Wanderkarte ( 3,50€) für die Wackelstein-Tour bereit.

 

Direkter Weg bei Solla (300 m)

Deshalb sind wir dann den etwa 2km langen Weg  zum steinernen Kirchlein gewandert und haben uns von den mächtigen Felsen dort ganz schön beindrucken lassen.  Wenn man will und vor allem noch die Zeit dazu hat, kann man den Rundweg zum Wackelstein von hier aus weitergehen. Aber man muss im Hinterkopf behalten, dass man dann den gesamten Weg wieder zurück muss.

Wir haben uns dann entschlossen, die etwas bequemere Variante zu bevorzugen. Dazu  gehts mit dem Auto in Richtung Solla, auf der Strasse steht bereits ein großes Hinweisschild “Wackelstein”. Dort gleich einbiegen und das Auto am Rand parken ( es gibt keine Parkplätze).  Zu Fuß geht s dann nach 20 Meter  auf einem geteerten Weg nach linkes in den Wald, immer dem beschilderten Waldweg entlang. Nach ca. 300 Metern ist das Ziel erreicht und wir sind glücklich endlich diesen “als sagenhaft” beschriebenen Stein gefunden zu haben. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für den Tipp mit dem kurzen Weg von Buchautor Josef Probst aus Regen.

 

Ein kleiner Beweis dafür, dass man den Wackelstein auch wirklich bewegen kann, zeigt unser Video. Er hat sich wirklich bewegt !

 

Ganz am Rand noch etwas. Auf dem kurzen Weg zum Wackelstein ist uns dieser “Liebesbaum” aufgefallen. Zwei Bäume(Buche und Kiefer) sind ineinander verwachsen und ein Ast umschlingt beide auch noch. Natürlich ein Platz für menschlische Liebesbekundungen.

Liebesbaum

Zwei Bäume die sich umarmen

 

Hintergrund: Laut einem Zeitungsartikel vom 21.04.1999 wurde der Wackelstein im Jahre 1915 von Arthur Semmler aus New York entdeckt.

Vielen Dank für die Hintergrundinformationen, die mir die Touristinformation Saldenburg zur Verfügung gestellt hat.
Literatur: Der Wackelstein findet im Buch von Manfred Böck, ” Opfersteine,Göttinenquellen und Druidenthrone” seine Erwähnung. Erschienen ist das Buch im Ohetaler Verlag.

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de