Aussichtsplattform Natoturm Hohenbogen

Der Samstag Mitte Oktober war für uns der perfekte Tag, um die neu eröffnete Aussichtsplattform am Hohenbogen zu besuchen. Seit 7. Oktober bis Ende Oktober ist diese jeweils  Freitag-Sonntag von 10-16 Uhr für Besucher zu geöffnet. Voraussichtlich endet diese heuer naturgemäss kurze Saison Ende Oktober, mit der Option bis Allerheiligen. Man kann sich aber jederzeit noch aktuell informieren, siehe weiterer Text. Bewaffnet mit Rucksack Wasserflasche und meiner Fotokamera
gings los.

Naturm-Aussicht

Der ehemalige Nato-Horchposten mit der neuen Außentreppe

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um zum Schwarzriegel, so heißt der Gipfel des Hohenbogens auf dem die Türme stehen, zu gelangen. Wir fahren diesmal  zur Hohenbogenbahn und mit dem Sessellift geht es zur Bergstation. Von dort sind es etwa 15 Minuten zu Fuß und man steht vor den ehemlaigen Natotürmen. Im kalten Krieg wurden die Horchposten von Deutschen, Amerikanern und Franzosen zur Abhör- und Beobachtungszwecken gegen „Osten“ genutzt.

Etwas verwirrend ist der Eingang gestaltet. Man muss hier zuerst seine Postleitzahl ( wenn man die richtige angeben möchte) eintippen und kann dann durch das Drehkreuz weiter gehen über das Gelände zum Turm.  Nach 50 Metern kommt man zum kleinen Biergarten mit Kiosk. Dort gibts Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke. Hier bezahlen wir auch unseren Eintritt (6€)und können gleich den Aufstieg zur Aussichtplattform starten. Es sind ca. 300 Stufen und 50 Höhenmeter zu bewältigen.

Plattform

Die Plattform mißt 25 Meter im Durchmesser

Die sind aber, anders als erwartet, nicht ganz so anstrengend, eher etwas kurzweilig da man immer wieder auf den kleinen Plattformen zwischen den Treppen die fantastische Aussicht geniessen muss. Anders kann ich es nicht sagen. Wir waren vom Fernblick, obwohl etwas diesig und auf der Ostseite neblig, sowie der hervorragenden Aussicht schier erschlagen.

Ein kleiner Skywalk für die Mutigeren

Ein kleiner Skywalk für die Mutigeren

Wer einen Ausflug zum und am Hohenbogen oder im Oberen Bayerischen Wald unternimmt, sollte sich diese Aussicht nicht entgehen lassen. Vorab könnt ihr euch über die Webcam am Turm erkundigen, wie die Sicht dort oben aktuell ist. Die Kamera hat auch noch eine Rückwärtssuche mit der man die Sonnenaufgänge verfolgen kann. Schon allein die Bilder der Kamera sind sehenswert, gerade dann wenn man noch nicht hoch gehen kann oder will. Mehr über die Türme und den Spion könnt ihr in unserem Interview lesen.

Osser-Blick

Der Blick zum Osser hinüber

Die Treppe an der Aussichtsplattform

Die Treppe an der Aussichtsplattform

Hintergrund: Betrieben wird die Anlage vom Verein „sektor.f“.  Abgeleitet von der früheren Bezeichung des Geländes, “ Fernmeldesektor F“.Die Bauzeit für die Außentreppe und der Plattform betrugen ca. 9 Monate. Die Baukosten sollen sich auf mehr als 500.000 Euro belaufen. Ziel des Vereins ist es, in Zukunft, die Innenräume und den Atomschutzbunker mit seinen unterirdischen Gängen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  Der Hauptturm hat eine Höhe von 75 Metern. In Zukunft möchte man den Turm als ein Symbol des grenzenlosen Europas sehen und nutzen. Noch ist nicht alles umgesetzt, was geplant wurde. Aber wir fanden es wunderbar, dass es bereits ein erstes Ergebnis zu besichtigen gibt, nämlich diese wirklich sehr gelungene Aussichtsplatteform. Tolle Einrichtung!

Blick zum Arber

Der Blick hinüber zum Arber und weiter…

Das passende Buch zum Hohenbogen. Darin spielt ein Spion die Hauptrolle, der in einer Natoabhöranlage nahe der tschechischen Grenze arbeitet 🙂

Ein Kommentar zu Aussichtsplattform Natoturm Hohenbogen

  1. Bo sagt:

    Toller und sehr informativer Artikel!

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