Blaibacher See

Ein Stausee zum Baden, Bootfahren und Eisstockschießen auf 3 Kilometer

Der Blaibacher See fällt mir immer wieder auf, wenn ich von Bad Kötzting nach Miltach fahre. Man fährt dann sozusagen über die Staumauer der großen Talsperre. Im Spätsommer haben wir uns mal die Zeit genommen und uns den Stausee und die nähere Umgebung genauer angeschaut. Der See wurde zwecks Stromgewinnung aufgestaunt und nennt sich Kraftwerk Pulling.

Am Parkplatz Blaibacher See

Vom Parkplatz aus kann man über den Stausee schauen

Gespeist wird der Blaibacher See vom vorbeifließenden Fluss Schwarzer Regen und hat in etwa eine Gesamtwasseroberfläche von 47 Hektar. Wem die Hektarangabe jetzt nicht soviel sagt, hier die Ausmaße in Kilometer. Der Stausee ist ungefähr 3 Kilometer lang und dabei 300 Meter breit. Schwimmen im See ist erlaubt, es wird aber nicht offiziell ausgewiesen. Aus diesem Grund gibt es auch keine Wasseraufsicht. Und im Winter wird auf dem Stausee, natürlich eisgstecklt, sprich  dem Eisstockschießen gefröhnt wie fast überall in Bayern, wo Platz und Gelegenheit ist.

Der Blaibacher See liegt zwischen Viechtach und der Kreistadt Cham und ist einer von 14 sogenannten Querbauwerken entlang des 59 Kilomert langen Flusses, schwarzer Regen.

Entlang des Sees gibt es zahlreiche Freizeitmöglichkeit, wandern auf einem der zahlreichen Wanderwege (siehe auch die Fischerlwege von Bad Kötzting), Radwege und einen Bootswanderweg. Von der Einstiegstelle hier kann man mit dem Padelboot bis ins etwa 80km entfernte Regensburg gelangen. Direkt am See kann man auch im Kiosk eine Pause einlegen, wobei „Kiosk“ vielleicht ein wenig untertrieben ist. Es ist eine Mischung aus Kaffee und Wirtshaus,  Rastplatz mit Terasse und eben Kiosk. Hier trifft man Radfahrer, Ausflügler mit Wohnmobil, Motorradfahrer und viele andere Besucher. Wer mit dem Boot, ob Ruder oder Paddelboot loslegen will, kann sich hier eines ausleihen.

Fischtreppe am Blaibacher See

Hier seht ihr einen Teil der Fischtreppe unterhalb der Staumauer am Blaibacher See

An der Stauseemauer fällt mir ein neuer Anbau auf. Es ist eine Fischtreppe, die seit Oktober 2011 in Betrieb ist. Diese wurde extra für aufsteigende Fische wie Huchen oder Koppe eingebaut. Der Aufwand beim Bau schien enorm hoch gewesen zu sein, was  Ingenieursleistung  und Bauleistung betrifft. Ich finde aber, dass wir das der Natur schuldig sind. Immerhin hat hier der Mensch einfach eine Betonmauer in den Lebensraum von Tieren hineingesetzt. Die Treppe ermöglicht das Aufsteigen der Fische zu ihren Laichplätzen, dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von 6.5 Meter und ist etwa 200 Meter lang. Die einzelnen Becken sind 2,75 Metr lang, 1,80 Meter breit und 0,75 Meter tief. Bitte Vorsicht wenn ihr mit Kindern dort unterwegs seid.  In 46 Becken aus Beton soll das Wasser so verlangsamt werden, dass es auch schwächere Fische nach oben schaffen. Im unteren Teil des Flusses wurden zur Lenkung der Fische, zum Eingang der Fischtreppe hin Kiesbänke aufgeschüttet.

Am unteren Ende der Fischtreppe ist auch der Einstieg für die Bootswanderer, die Richtung Cham aufbrechen wollen. So eine Bootstour wollte ich in diesem Jahr machen, der viele Regen im Juni hat mir aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber ich werde im nächsten Jahr eine Bootswanderung testen und dann euch hier darüber erzählen.

Bootausleihe am Blaibacher See

Bootssteg am Blaicher See – Hier kann man sich ein Ruderboot ausleihen oder baden.

Der Blaibacher See liegt an einem europäischen Bootswanderweg. Das heißt, dass in etwa 20 Kilometern immer eine Zeltstelle zur Verfügung stehen muss. Dort darf man dann für eine Nacht einchecken. Das habe ich noch nicht gewußt, was es alles so gibt – Wunder.

Fünf Kilometer entfernt liegt der Höllenstein See. Den zeige ich euch demnächst auch noch.

Im Ort Blaibach wird 2014 ein interessantes Kulturzentrum, ein Konzertsaal mit 200 Sitzplätzen entstehen. Initiator ist der Tenor Thomas E. Bauer Auch das schaue ich mir noch genauer an und werde euch darüber berichten.

Der See empfiehlt sich bestens für eine Rast, zum Kaffee trinken oder einem Spaziergang entlang des Sees.

 

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