Burg Weißenstein bei Regen

Am Vatertag tourten wir mal wieder im bayerischen Wald. Unser Ziel war diesmal die Stadt Regen am gleichnamigen Flüsschen. Wir wollten uns den Verlauf des Grossen Pfahl (Quarzsteinerhebung) auch hier anschauen. Bisher habe ich zwar die Stadt vom Namen her gekannt, war aber selbst noch nie dort gewesen. Am Donnerstag war es dann soweit.

Burg Weissenstein im Sommer

Burg Weißenstein nahe der Stadt Regen.

Die Stadt am Regen hat Flair, ich war beeindruckt von der gemütlich wirkenden Stadt. Wir sind nach unserer Stadtbesichtigung hinauf zur Burgruine Weißenstein gefahren. Vom Stadtzentrum hinauf zum Burgberg sind es etwa drei Kilometer. Wer die Hinweisschilder nicht findet, fährt einfach dem grossen M der amerikanischen Fastfoodkette hinterher. Der Imbiss liegt auf dem halben Weg am Anfang des Berges. Vom MC Donalds aus sind es dann noch etwa anderthalb Kilometer. Oben am Berg findet man links einen grossen Parkplatz.  Hier gibts auch einen kleinen Imbiss und Toiletten. Von dort kann man zu Fuß die Burg und auch den gläsernene Wald bequem in jeweils einer Minute erreichen.

Die Burgruine zeigt,  ebenso wie die Stelle in Viechtach, eine ungewöhnlich  markante Stelle des Pfahls.  Direkt auf dem heraustretenden Quarzbuckel wurde die Burg errichtet. Sie wurde im 11. Jahrhundert von den Grafen von Bogen auf den Pfahl gebaut. Ein richtiges „Alleinstellungsmerkmal“, so leicht konnte diese Festung bestimmt keiner erstürmen. Wir erklimmen die Burg ( Eintritt 1 Euro) zuerst über steile Steinstufen, gutes Schuhwerk ist von Vorteil.  An der Mittelstation steht die Kasse, dort kann man auch noch einige Accessoires aus dem Mittelalter bewundern.  Es war aber bei unserem Besuch leider noch keine „Schandgeige“ für Besucher installiert.  Von der Kasse aus geht es über weitere Treppen hinauf zur Aussichtsplattform der Burg .  Bei schönem Wetter kann man von hier oben den gesamten Bayerischen Wald überblicken, und zudem einen schönen Weitblick über das Tal des Regens geniessen. Hier oben gibt es eine empfehlenswerte Audiostation, die für 1 Euro die Geschichte der Burg  und seiner bisherigen Besitzer erzählt. Gegenüber der Burg liegt ein massives etwas wuchtiges Haus.  Unter anderem bewohnt vom  Dichter  Siegfried von Vegesack im Jahre 1918  bis in die 90er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Wegen der hohen Unterhaltskosten nannte er sein Anwesen auch “ das fressende Haus“ und schrieb sogar einen Roman darüber, der im Jahre 1932 erschien. Heutiger Besitzer ist seit 1996 die Stadt Regen.

Wie jedes gute alte Gemäuer spukt es selbstverständlich auch auf Weissenstein. Einer Sage nach ließ einer der Besitzer seine Frau lebendig in der Burg einmauern, weil sie ihn betrog. Harte Zeiten damals.  Die „weisse Frau“ soll noch heute hin und wieder im Treppenaufgang zu sehen sein!

Das kurze Video kann natürlich nur einen kleinen Eindruck vom eigentlichen Ausblick widergeben.

Die Geschichte der Burg,  die sehr bewegend und auch grausam ist, wird hier am Audiogerät erzählt. Der  Münzeinwurf lohnt sich auf alle Fälle und unterstützt sich auch den Erhalt der Burg.

Audio zur Geschichte der Burg

Audiostation auf der Burg mit der Geschichte über Land und Leute

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Der gläserne Wald

Nahe dem Parkplatz, der zur Burg gehört,  kann man auch noch den gläsernen Wald besichtigen. Im Prinzip eine kleine Erhebung auf der mehrere große  Glaskunstobjekte zu sehen sind.  Es ist jetzt kein Wald im eigentlichen Sinne, sondern Glasobjekte,  die an die lange Glasmachertradition im Bayerischen Wald erinnern.  Ich finde die Aktion sehr schön, das Farbglas wirkt bei Sonnenschein brillant-funkelnd.  Die Objekte sind bei Nacht beleuchtet,  es lohnt sich sicher auch abends dort vorbei zu schauen.

Gläserner Wald -Kunstobjekte aus Glas

Gläserne Wald in Weißenstein