Das DreiBurgenLand

Im Süden des Bayerischen Waldes, knapp 30 km nord-westlich von Passau liegt das Dreiburgenland. Ein Gebiet, das seinen Namen den drei, im Umkreis liegenden, Burgen verdankt.

Fährt man durch diese spezielle Region, fallen einem die vielen ungewöhnlichen Steinformationen auf, die sich hier öfters nachdrücklich zur Ansicht bringen. Übereinander geschichtet, wie gefaltet, wie Dolmen oder einfach riesige Steinplatten. Man könnte fast an Obelix denken, der hier sicher ein reichhaltiges Betätigunsfeld gefunden hätte. Nicht verpassen sollten Sie auf alle Fälle sich den Wackelstein anzuschauen , der sich hier in nächster Umgebung befindet. Hierzu bitte einfach unseren Bericht mit Video besuchen.

Außerdem lockt hier, vor allem im Sommer, der sogenannte „DreiBurgensee“ zum Baden. Und wer ein bißchen von der Alltags-Geschichte der Region erfahren möchte, gleich gegenüber vom See befindet sich das Museumsdorf Bayerischer Wald nahe Tittling.

Die Burgen die dem Gebiet seinen Namen gegeben haben heißen:

Saldenburg (ausschl. Jugendherberge)

Englburg (Privat)

Fürstenstein (Privat)

 

Schloss Fürstenstein

Schloss Fürstenstein aus der Ferne – Privatbesitz, nur Außenbesichtigung

Wir waren bisher schon das ein oder andere Mal im Dreiburgenland unterwegs. Doch kurz vor Ostern wollten wir mal den Namensgeber der Region ergründen. Das ist auch nicht ganz so einfach, denn in der Karwoche ist es dann doch recht ruhig im Bayerischen Wald.

Unser erstes Ziel, Schloss Fürstenstein, erreichbar durch die Autobahn A3 Nürnberg-Deggendorf-Passau (Ausfahrt  Aicha vorm Wald) wurde im 11. Jahrhundert von den Grafen von Hals als Schutzanlage erbaut. Die Burg ist schon von Weitem zu erkennen. Es ist eine recht imposante Erscheinung, wie sie hoch oben im Ort selbst thront. Heute ist sie in Privatbesitz und öffnet seine Tore leider nur zu Veranstaltungen. Man kann sie nur aussen besichtigen.

Doch noch etwas interessantes

Schwarze-Madonna

Diese Madonna hat im Dreißigjährigen Krieg sicher viele Leben gerettet….warum?

Direkt neben dem Schloss befindet sich die Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt Fürstenstein an. Seine Geschichte fanden wir jetzt aber doch recht spannend. Wurde sie doch tatsächlich als Ersatz-Wallfahrtsort Altötting erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg war das Pilgern nach Altötting zu gefährlich. Deshalb ließ der Burgherr Wilhelm von Nothaft und sein Schwager Hans Christoph von Türkheim eine Nachbildung der Kapelle von Altötting errichten. Ausserdem auch noch eine Kopie der schwarzen Madonna, alles genauso wie zu Altötting. Der Erfolg war anscheinend groß, die Wallfahrer sollen sogar aus dem benachbarten Böhmen nach Fürstenstein gekommen sein.

Wallfahrtskirche-Fürstenstein

Das ist doch mal eine gute Idee gewesen, aus Sicherheitsgründen eine 2.Wallfahrtskirche zu bauen.

Etwa 10-15km weiter und gut ausgeschildert, befindet sich die

Saldenburg

Die Gipfelburg wurde 1368 von Ritter Heinrich Tuschl erbaut. Sie gab der Gemeinde auch ihren Namen. Die Burg wird nur als Jugendherberge genutzt und es werden, außer zur Burgweihnacht keine Führungen angeboten. Da hilft also nur übernachten. Wegen der von weitem sichtbaren Lage nennt der Volksmund sie auch „Waldlaterne“.

Saldenburg

Der kleine Ort Saldenburg wird geprägt von der hoch über ihr stehenden Burg. Vom oben am Burgberg gelegenen Parkplatz sind es nur ein paar Schritte bis zur Burganlage. Gegenüber der Burg gibt es noch einen hölzernen Aussichtsturm.

Aussichtsturm-Saldenburg

Diesen erreicht man in wenigen Schritten über den steilen Waldweg. Obwohl, wie erwähnt, nicht zu besichtigen, lohnt sich ein Besuch zur Rast und zum Spaziergang, wenn ihr euch in der Gegend befindet. Entlang der Burganlage führt noch ein Wanderweg. Es gibt 2 Routen mit 6 km und 10 km Länge.

 

Ritter Allein nannte man den "Single Ritter" nach der Flucht der Rittersfrau

Ritter Allein nannte man den „Single Ritter“ nach der Flucht der Rittersfrau

 

Englburg

Englburg-Dreiburgenland

Auch die letzte der Burgen, die Englburg ist leider nicht zu besichtigen. Man kann sie von Fürstenstein aus sehen. Alle drei Burgen wurden wohl zum Schutz der Handelswege erbaut.

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