Das steinerne Kirchlein

Ist das eine richtige Kirche im Wald?

Diese Frage haben wir uns auch gestellt, als wir das erste Mal vom Steinernen Kirchlein gehört haben. Als wir auf dem Weg zum Wackelstein waren, sind wir bei den Wanderwegweisern dann wieder auf diesen ungewöhnlichen Namen gestoßen. Und diesmal haben wir unserer Neugierde nachgegeben und uns auf dem Weg zu dem ominösen Kirchlein gemacht. Und es hat sich gelohnt, wir können diesen kleinen Wanderausflug nur empfehlen.

Steinernes Kirchlein

Gerade am Steinernen Kirchlein angekommen

So geht es zum Steinernen Kirchlein (30-45 Gehminuten v. Entschenreuth)

Von Entschenreuth folgt ihr dem Hinweisschild zum Wackelstein, über den Wackelsteinweg bzw. Strasse. Am Ortsende befindet sich ein Parkplatz, von dort geht es zu Fuß weiter, bis man auf mehrere Wegweiser trifft, dort nach links in den Wald hinein abbiegen.  Dann einfach immer dem vorgegebenen Wanderweg ca. 20-30Minuten folgen. Hier ist übrigens auch der Rundweg der bis zum Wackelstein und wieder zurück führt, alles in allem etwa 8km lang. Der Weg zum Kirchlein dagegen führt anfangs ganz flach, aber stetig aufwärts, am Ende des Weges geht es  aber kurz recht steil nach oben, die  beeindruckenden Felsformationen kann man von hier schon durch die Bäume erahnen. Direkt davor stehen, sind wir von der Größe der hier aufgeworfenen und aufgeschichtenten  Felsbrocken ziemlich begeistert..

Wer hier aber eine Kirche mit Dach und Altar sucht, ist fehl am Platz, woher der Name „Steinernes Kirchlein“ rührt, kann man aber gut erahnen. Die Felsen selbst sind so engstehend, das sich nur ein schmaler Weg zwischen ihnen hindurch findet.  Kleine Höhlungen und Hohlräume, sowie steinerne Sackgassen sind zu  finden, alles in allem wirkt es wie riesiges Bauwerk.

Innenansicht Steinernes Kirchlein

Die Felsengruppe des Kirchleins von innen gesehen.

Der Ort hier oben wird von manchen Besuchern als mystisch empfunden und so entstanden wohl auch allerlei  Mythen und Geschichten, die man glauben oder nicht glauben kann. So wird zum Beispiel eine große Felspalte von einem Autor als „Schoßstein“ bezeichnen. Manche erzählen hier auch von Opfersteinen, Göttinnensteinen oder Plätze für keltische Rituale. Ob irgendetwas davon der Realität entsprich oder früher so genutzt wurde, wir konnten dazu nichts finden. Auf jeden Fall aber ist dies ein sehr eigener Ort. Wer sich das Kirchlein anschauen möchte, wird wissen, was wir damit meinen.

Ausserdem ist es ja nicht so, dass wir auch nicht heute noch solche Rituale und Orte haben wie man auch an der Tradition der Totenbretter sehen kann.

Wer sich mehr über dieses Thema informieren möchten, dem können wir das Buch von Manfred Böck „Opfersteine, Göttinnenquellen und Druidenthrone“ empfehlen. Es geht darin um Kultstätten und geheimnisvolle Plätze im Bayerischen Wald.

Mystische Felsen

Auch die Nachbarfelsen wirken sehr mystisch.

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