Die gläsernen Gärten von Frauenau

Wo kann man Glaskunst im Bayersichen Wald sehen?

Glasboot

Ein Boot aus Glas – Glasarche II von Ronald Fischer gegenüber dem Glasmuseum in Frauenau

Die gläsernen Gärten von Frauenau befinden sich in der Gemeinde mit gleichen Namens. Tatsächlich sind wir schon desöfteren durch Frauenau gefahren und uns sind die Glasobjekte in der Ortsmitte aufgefallen. Das wollten wir uns jetzt mal genauer ansehen.

Wo liegt Frauenau?

Der Ort liegt im mittleren Bayerischen Wald im Dreieck, bestehend aus den Städten Zwiesel, Grafenau und der Kreisstadt Regen. Außerdem befindet es sich direkt an einem der höchsten Berge des Bayerischen Waldes, des Rachelhöhenzuges.

Was sind die Gläsernen Gärten?                           

Frauenau wird auch oft das „Gläserne Herz“ des Bayerischen Waldes genannt, namhafte Glashütten und -manufakturen sind hier seit langem, nämlich Jahrhunderten, beheimatet. Auf Initiative mehrere Einheimischer startete man ein Projekt, in dem die beiden größten Schätze der Gegend, die Natur und das Glas, vereint werden sollten. Glaskunst im freien Raum.  Auf 20.000 Quadratmetern stehen die Objekte vieler Glaskünstler/innen, in der Ortsmitte, um das Glasmuseum, auf dem Gelände der ältesten deutschen Glasbläserei von Poschinger und auf dem Gelände der Glashütte Eisch. Der Eintritt ist frei und die Objekte sind ganzjährig zu besichtigen.

Übersicht der einzelnen Objekte

Übersicht der einzelnen Objekte

Einen guten Überblick über die Gärten und die Lage der einzelnen Objekte bietet ein Flyer, den man hier herunterladen kann. Die Künstler und ihre Werke sind im Lageplan genau vermerkt. So kann man sich vor dem Spaziergang durch die Gärten schon einmal einen Überblick verschaffen. Eilige Vorbeireisende können sich so auch nur einzelne Objekte „auf die Schnelle“ ansehen.

Uns haben das Glasboot (Glasarche II) von Ronald Fischer und das Lichtgewächs von Alexander Wallner sehr gut gefallen.

Lichtobjekt aus Glas

Lichtgewächs von Alexander Wallner am Glasmuseum Ortsmitte von Frauenau

Auf dem Gelände von Deutschlands ältester Glashütte von Poschinger befindet sich ein Wassergarten mit Glasobjekten, einem Steg und allerlei Glasstehlen. Man erreicht das Gelände von der Ortsmitte in 10 Minuten Fußmarsch. Hier kann man, genau wie bei der Glashütte Eisch, den Glasbläsern bei der Arbeit zu sehen.

Mitten in den Gärten befindet sich auch das Glasmuseum, 1975 von der Gemeinde errichtet und getragen. Es ist ein bekanntes Spezialmuseum, das sich nicht nur dem Glas im Bayerischen Wald widmet, sondern auch dem Glas allgemein.  Neben einer umfangreichen Sammlung kann man auch immer wieder Sonderausstellungen besuchen. 2005 wurde das Museum neugebaut und konzeptiert. Da Frauenau, wie viele Gemeinden mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte und hat, wurde das Glasmuseum ab 2014 vom Bayerischen Freistaat übernommen.

Glasgarten mit Wasser

Der Glasgarten auf dem Gelände von Poschinger

Der Ort Frauenau ist ein sehr alter Glashütten-Standort. Erste Glasbläser sind seit dem Jahre 1420 bekannt. Der Wald in der Umgebung bot damals mit einer Unzahl an Holzvorräten die optimale Voraussetzung für die Glasherstellung. Heute übernimmt Gas die Stelle der  Holzkohle ein, die für  die Energieerzeugung der Glasherstellung benötigt wird.

Die Touristinformation Frauenau bietet nach Vereinbarung Gruppenführungen durch die Gläsernen Gärten (40€) an.

Telefon: 09926- 94100

Glasschale Riesig

Himmelsschale von Ronald Fischer

Erwin Eisch – Glaskunst aus dem Bayerischen Wald ( bei Amazon ansehen)

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