Entdeckungsreise Bayerischer Wald

Hier lesen Sie meine Erfahrungen und Tipps für einen Urlaub oder Tagesausflug im  schönen bayerischen Wald.

Für alle diejenigen die zwar den Namen “ Bayerischer Wald“ schon mal gehört haben, aber nicht genau wissen

wo dieser liegt.  Hier ein kleiner Eindruck über die geographische Lage und ihre wichtigsten touristischen Städte und Orte.
Grenzen des Bayerischen Waldes

Der Bayerische Wald (auch „Bayerwald“ oder bodenständig-knapp „Woid“ genannt) ist ein zum Bundesland Bayern gehörendes bewaldetes Mittelgebirge in den Regierungsbezirken Niederbayern und Oberpfalz, das sich auf ungefähr 100 km Länge und 2.500 qkm Fläche zwischen Donau und deutsch-tschechischer Grenze hinzieht. Etwa ein Zehntel der Fläche des Gesamtgebiets ist als „Nationalpark Bayerischer Wald“ unter besonderen Schutz gestellt. Der Bayerische Wald bildet den westlichen Teil eines in der Regel als „Böhmerwald“ bezeichneten, weite Teile Österreichs, Tschechiens und Bayerns umfassenden, zusammenhängenden Großwaldgebiets mit Mittelgebirgscharakter. Verwirrenderweise tauchen gelegentlich auch die Bezeichnungen „Hinterer“ beziehungsweise „Vorderer Bayerischer Wald“ auf, die in ihrer alten Form den gesamten westlichen Teil des Böhmerwaldes bezeichnet haben, also den Bayerischen Wald als Ganzes. Offiziell dagegen wird heute unter „Vorderer Bayerischer Wald“ lediglich das relativ kleine Waldgebiet um den Vogelsang-Berg verstanden.

Im Norden schließt sich an den Bayerischen Wald der Oberpfälzer Wald, südlich das Passauer Land sowie der oberösterreichische Sauwald und östlich der tschechische Böhmerwald (Šumava) an. Üblicherweise wird der Bayerische Wald in drei Regionen unterteilt. Der „Obere Bayerische Wald“ umfasst den Landkreis Cham und den Nordteil des wie der übrige Bayerische Wald zu Niederbayern zählenden Landkreises Straubing-Bogen. Der „Mittlere Bayerische Wald“ wird von den Landkreisen Deggendorf und Regen gebildet. Der Nordteil des Passau-Kreises sowie der Landkreis Freyung-Grafenau werden als Region „Unterer Bayerischer Wald“ zusammengefasst.

Cham

Die am Fluss Regen gelegene 17.000-Einwohner-Kreisstadt Cham („Stadt am Regenbogen“) gilt als ein „Tor zum Bayerischen Wald“. Gleichzeitig ist Cham auch das „Tor zum Oberpfälzer Wald“. Im Stadtkern mit dem langgestreckten Marktplatz im Zentrum von Cham sind etliche sehenswerte Gebäude aus dem Mittelalter und der Frühneuzeit erhalten geblieben. Am Markplatz erinnert eine Rathaus-Figur an den 1722 in Cham als bürgerlicher Gastwirtssohn geborenen Grafen Johann Nikolaus von Luckner, der in Frankreich Karriere als Marschall gemacht hatte und dem 1792 die Marseillaise von deren Komponisten gewidmet worden war. Luckner zu Ehren wird täglich um 12.05 Uhr auf dem Marktplatz vom Rathaus-Glockenspiel die französische Nationalhymne intoniert. Zu den Wahrzeichen der viel Parkgrün aufweisenden Stadt gehört das zweitürmige Biertor aus dem 15. Jahrhundert. In Cham wurde 1959 an der Florian-Geyer-Brücke der berühmte Anti-Kriegsfilm „Die Brücke“ gedreht.

Bad Kötzing

Unweit von Cham liegt am nördlichsten Zipfel des Bayerischen Waldes das seit 2005 den Namenszusatz „Bad“ tragende Städtchen Kötzing (7.000 Einwohner). Bad Kötzing ist als Kneippheilbad  (mit schönem 3D-Video im Bad) weit über die Grenzen Bayerns bekannt. Die Stadt breitet sich am Fuß des 1.132 m hohen Kaitersberg um eine mittelalterliche Wehrmaueranlage aus. Im Zentrum dieser Ringmauer erhebt sich keine Burg, sondern untypischerweise die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Im Ortsteil Ried kann der Besucher einen der ältesten deutschen Bäume bestaunen: Über 850 Jahre alt soll die nach dem Minnesänger Wolfram von Eschenbach benannte „Wolframslinde“ sein.

Furth im Wald
In Furth am Wald (8.500 Einwohner), das wie Bad Kötzing ebenfalls zum Landkreis Cham gehört, kann der Kulturgeschichte des Drachen im „Ersten Deutschen Drachenmuseum“ in der Nähe des markanten roten Stadtturms, in einer Drachenhöhle und bei Drachenstichfestspielen nachgespürt werden.

Straubing

Die vom Kreisgebiet von Straubing-Bogen umschlossene kreisfreie Stadt Straubing (45.000 Einwohner) gehört lediglich mit ihren wenigen nördlich der Donau liegenden Stadtteilen zur Region Bayerischer Wald. Im Nord-Stadtteil Sossau lädt eine aus dem 12. Jahrhunderts stammende Wallfahrtskiche zur Einkehr ein.

Bogen

Auch in der am nördlichen Donau-Ufer gelegenen 10.000-Einwohner-Stadt Bogen ist eine imposante Wallfahrtskirche die Hauptsehenswürdigkeit des Ortes.

Regen

Der Luftkurort Regen (12.000 Einwohner) am Fluss Schwarzer Regen, die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, ist Zentrum der Touristik-Region „ArberLand“. Regen wartet mit Attraktionen wie dem Volkskundemuseum „Fressendes Haus“ und dem Glasskulpturen-Ensemble „Gläserner Wald“ auf. Vor allem ist Regen aber Ausgangspunkt für erholsame Ausflüge in den die Stadt umgebenen „Woid“.

Bayerisch Eisenstein, Zwiesel und Bodenmais

Zum Landkreis Regen gehören auch die unmittelbar an der Grenze zu Tschechien liegenden Luftkurort-Hochburgen Bayerisch Eisenstein (1.000 Einwohner) mit dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes, dem Großen Arber (1.455 m), dem Markt Bodenmais (3.300 Einwohner) („Heilklimatischer Kurort“) und Zwiesel (9.500 Einwohner).Die „Glasstadt“ Zwiesel ist berühmt für ihre Glasmanufakturen.

Deggendorf

Der Kreisverwaltungssitz und Hochschulstandort Deggendorf (30.000 Einwohner) liegt an der “Sonnenseite des Bayerischen Waldes“ und wartet mit einem gemessen an der Größe der Stadt erstaunlich vielfältigen und anspruchsvollen Kulturangebot auf.

„Drei im Woid“: Freyung, Grafenau und Waldkirchen

Bekannte und beliebte Urlaubsorte sind ebenfalls die sich als die „Drei im Woid“ touristisch vermarktenden Städtchen und Luftkurorte Freyung, Grafenau und Waldkirchen, die zur Ferienregion „Nationalpark Bayerischer Wald“ gehören. Das mittelalterliche Freyung (7.000 Einwohner) an der Glasstraße, Kreisstadt von Freyung-Grafenau, zieht zahlreiche Wandertouristen mit so ausgezeichneten Wanderrouten wie dem Wildbachklamm Buchberger Leite an. Die als besonders kinderfreundlich ausgezeichnete „Bärenstadt“ Grafenau (8.500 Einwohner), die älteste Stadt im Bayerischen Wald, bietet ihren kleinen Besuchern zahlreiche Spaßmöglichkeiten wie eine Sommerrodelbahn oder eine Indoor-Erlebniswelt. Waldkirchen (10.500 Einwohner), die jüngste Stadt im Bayerischen Wald, überzeugt vor allem durch ihre vielen Wintersport- und sonstigen Freizeitangebote.