Hohenbogen

Bequemer Ausflug zum Hohenbogen – in 20 Minuten am Gipfel

Hohehnbogen Natotürme

Hohenbogen mit ehe. Natotürmen – Sonnenaufgang im Januar

Der „Hohenbogen“ ist einer der für Wanderer und Ausflügler interessantesten und ergiebigsten Bergrücken im Oberen Bayerischen Wald. Er erstreckt sich über eine Länge von 8km und besteht aus mehreren Gipfeln.  Auf seinen höchsten Punkt  führt eine Sesselbahn hinauf. In knapp 20 Fahrminuten ist man damit an der Bergstation. Das ist der schnellste und offensichtlich zugleich der bequemste Weg, um sich bei schönem Wetter einen Ausblick auf Neukirchen und das Land hinter Eschlkam und Furth im Wald zu gönnen. Ausgangspunkt ist der Markt Neukirchen bei Hl.Blut. Kurz vor Ortsausgang geht es gut ausgeschildert nach rechts hinauf zum Sessellift und der Sommerrodelbahn. Nach etwa fünf Minuten erreicht man den großen Parkplatz der Talstation mit dem Wirtshaus. Dort kann man die Karten für den Sessellift erwerben,Einzelstrecke(6,50Euro) oder „Rauf und Runter“(8,50 Euro). Wer von der Talstation aus zu Fuß zum Gipfel wandern möchte geht am besten den Weg N 10. Je nach Kondition braucht man für die Strecke 1-2 Stunden. Oder für einen etwas weiteren Wanderbogen den Weg N3 über die Diensthütte und den Schwarzriegel mit den ehemaligen Natotürmen. Die Wege sind gut ausgeschildert.

Über den Rücken des Hohenbogen führt übrigens der Goldsteig-Wanderweg, außerdem gibt es Zuwege zum Goldsteig. Man trifft deshalb hier sehr oft Wanderer und Mountainbiker, die nach  Neukirchen bei heilig Blut oder in Richtung Rimbach unterwegs sind.

Die ehemaligen Nato-Türme

Natoturm Hohenbogen

Die ehelmaligen Nato-Türme am Hohenbogen

Das Besondere an unserem heutigen Ausflug sind die am Gipfel stehenden ehemaligen Natotürme. Von hier aus hat die Nato zu Zeiten des kalten Krieges den „Feind“ im Osten abgehört, und wahrscheinlich nicht nur den Feind. Offiziell stillgelegt wurde der Horchposten erst 2004, zu ersten Mal in Betrieb genommen wurde die Abhöranlage im Jahr 1967, also mitten im „Kalten Krieg“. Stationiert waren dort oben am Hohen Bogen amerikanische und französiche Einheiten, die ihre Kasernen in umliegenden Gemeinden hatten.  Ältere Einwohner der Gegend können sich noch immer an manche Begebenheiten mit den „Türmen“ erinnern. Eine ähnliche Anlage gab oder gibt es auch am ca. 30km weiter gelegenen Arbergipfel.

Die stillgelegten Türme und den sogenannten Sektor F erreicht man am schnellsten, wenn man mit der Hohenbogenbahn ( Seeselift) fährt und, oben angekommen, gleich nach recht weiter geht. Von der Bergstation aus kann man zwei der Türme schon sehen. Von hier sind es gerade einmal noch 15 Minuten zu Fuß über eine geteerte Straße. Dann erreicht man den ehemaligen Horchposten. Der höhste der Türme ist 75 Meter hoch, der zweite Turm ist 72 Meter hoch. Das Areal wurde 2006 von einer Privatperson gekauft. Geplant waren schon einmal ein Restaurant, ein Künstlerdorf und ein Hotel. Nach neuesten Plänen soll nun eine Aussichtsplattform auf dem höchsten der Türme  errichtet werden. Dazu wird eine Stahl-Außentreppe montiert. Jeder, der schon einemal hier oben bei schönen Wetter gesessen ist, kann sich vorstellen, wie gigantisch der Blick über den Bayerischen Wald erst von dieser Aussichtsplattform wäre. Das Ganze ist als eine Art “ Selbstbedienungs-System geplant. Ich hoffe nur, dass das Vorhaben klappt und nicht wie die bisherigen Pläne nicht realisiert werden können. Man hätte dann bei klarem Wetter einen  beeindruckenden Ausblick bis zum Drachensee bei Furth im Wald und in den Lamerwinkel Richtung Osser und Arber.

Hohenbogenbahn und Freizeitzentrum

Natürlich sind wir wieder mit dem Sessellift hinuntergefahren, obwohl wir laufen wollten, aber so eine Fahrt ist einfach zu schön, jedenfalls für uns. Unten an der Talstation befindet sich auch das Sport und Freizeitzentrum HohenBogen, ein schönes Ausflugsziel mit Sommerrodelbahn, Graskartbahn, Kinderfreizeitwelt usw.

Nachtrag: Seit Anfang Oktober 2014 gibt es eine Aussichtsplattform am Hohenbogen, Öffnungszeiten und eine Webcam mit den aktuellen Bildern findet ihr hier: http://sektor-f.de/

 

 

 

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