Kolmstein

Auf einem Ausflug in Richtung Lam/Bodenmais haben wir ein besonderes Fleckchen oberhalb der Ortschaft Mais, zwischen Neukirchen beim Hl.Blut und Lam, entdeckt. Oder besser gesagt wiederentdeckt, denn in früheren Kinder- und Jugendtagen war, zumindest einer von uns, desöfteren hier „am Kolmstoa“, also in Kolmstein samt Wallfahrtskirchlein und Wirtshaus.

Kreuzweg Kolmstein

Kreuzwegstation auf dem Weg nach Kolmstein-Im Hintergrund ist der Hohenbogen zu sehen.

Von Neukirchen b.Hl. Blut her fährt man zwischen Mais und Tanneneck nach rechts abbiegend durch den Wald, etwa einen Kilometer zum Wallfahrtskirchlein der „Schmerzhaften Mutter“.Der Weg ist beschildert und es geht, vor allem am letzten Stück, steil (15%) bergauf. Flankiert ist die kleine Strasse von Kreuzwegstationen aus Stein. Oben angekommen hat man zwischen dem Gasthaus und der Kirche einen wahrhaft überwältigenden Ausblick, vor allem bei dem strahlend blauen Himmel, den wir hatten. Man sieht auf der einen Seite den Hohenbogen, mit den Natotürmen, dann Richtung Neukirchen, Further Senke bis weit hinein, am Cherkov vorbei, nach Tschechien. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man direkt auf den Arbergipfel und den Osser.

Wallfahrtskirche Kolmstein

Die Wallfahrtskirche Kolmstein

Nach einer kurzen Pause bei der, zum Ende des Kreuzweges, aufgestellten Kreuzigungsgruppe, haben wir dann die Wallfahrtskirche besichtigt.

Kolmstein-Weitblick

Vom Kolmstein blickt man rüber zum Arber. Im Vordergrund die Kreuzigungsgruppe

Erbauerin ist Klara Wartner ( 1879-1960), die in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Errichtung begann. Die Kirche und das Gnadenbild darin ist der „Schmerzhaften Mutter“ gewidmet. Klara Wartner selbst hat ihre letzte Ruhestätte in der Kirche gefunden und ein Gemälde von ihr schmückt den Raum mit ihrem Grab. Wo heute die Kirche steht, war vorher übrigens der Pestfriedhof.

Wanderweg-Kolmstein
Über Kolmstein führen mehrere Wander- und Pilgerwege. Ein kurzer und als Spaziergang zu empfehlender Weg führt durch den Wald Richtung Mais zum sogenannten Höllkreuz. Ca.2km geht man da relativ flach und gerade durch den schattigen Wald. Ausserdem führen zwei Pilgerwege vorbei, der Haibühler Pilgerweg und der Wolfgangsweg. Letzerer ist übrigens gekennzeichnet durch Schafe, die überall auf dem Weg aufgestellt wurden.
Außerdem ist die Strecke über Kolmstein ein Zuweg (blaues Logo) zum Goldsteig, ebenso führt der Europäische Wanderweg hier vorbei und der Kolmsteiner Höhenweg, also ausreichend Wander- und Spaziermöglichkeiten.
Längeres Wandern war uns ehrlich gesagt zu mühsam am Nachmittag bei über 30Grad. Aber wir sind ziemlich lange oben gesessen und ließen uns überwältigen von der Aussicht und der Natur. Das Wetter war natürlich auch fantastisch. Deshalb empfehlen wir dieses Ausflugsziel wärmstens vor allem für klare, schöne Tage.Blick-vom-Kolmstein

Es lohnt sich, versprochen und eine Einkehren im Wirtshaus gegenüber der Kirche macht natürlich auch Spaß.

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