Märchenschloss Lambach

Das Sauwetter hat einen Moment eine Pause eingelegt, wenn man es denn so nennen will, sprich…heute regnets nicht! Tatsächlich zeigt sich frühmorgens blauer Himmel, doch das ist leider Blendwerk, denn kurz darauf bewölkt es sich wieder und es wird empfindlich kühl. Das beste Wetter also, um eine alte Kindheitserinnerung wieder aufzufrischen und nach Lambach ins Märchenschloss zu fahren.

Zwei Märchenfiguren aus Beton

Die Zwei weisen uns den Weg zum Märchenschloss

Dort war ich zum ersten und einzigen Mal gleich im Jahr der Eröffnung nach langer Restaurierung, in den 80zigern. Irgendwie habe ich noch schwache Erinnerungen an einige Märchenfiguren. Mittlerweile ist im Sommer täglich geöffnet, von 10 – 17.00h, im Hochsommer teilweise auch bis 18.00h. Erreichen kann man das Anwesen über den Markt Lam in der Öko-Region Lam-Arrach. In die Ortsmitte fahren und dann Richtung Lambach/Osser abzweigen, am Hotel Sonnbichl vorbei gehts dann durch tiefen Wald zur alten Glashüttenvilla. An einem kleinen Wanderparkplatz für Ossergipfelstürmer kann man parken und dann vorbei an zwei Märchengestalten zum Märchen- und Geisterschloss eine kleine Anhöhe hochlaufen.

Blick zum Schloss mit vielen Märchenfiguren

Das Schloss der Märchen

Der Eingang ist seitlich neben dem Innenhof, Eintrittspreis für Erwachsene ist 3,50Euro, für Kinder 3,00 Euro. Es hat sich jedenfalls viel verändert, seit ich hier war. Durch eine Art Wintergarten, in dem vermutlich die Märchenstunden für Kinder (Dienstags)abgehalten werden, gelangt man in Richtung Toiletten, die man als Erstes besichtigen sollte. Kein Witz, Mädels betreten ihren „Ladies Room “ mit Dornröschen am Spinnrad, Jungs den ihrigen mit turnenden Zwergen. Der gesamte WC-Bereich ist fantastisch gestaltet, über und über mit Kachel bedeckt, die Märchen- erzählung  zeigen. Ich war irgendwie ganz erschlagen von der bunten Pracht. Danach mussten wir uns dringend bei Kaffee und Kuchen stärken, es gibt auch kleine Speisen wie Suppen oder Würschtl.

Fliesenwand mit Märchenmotiven

Die Damentoilette mit Märchenszenen auf Fliesen

Dazu gehts in die gute Stube, einen langgezogenen, komplett mit hellem Holz gestalteten Gastraum, alles liebevoll hergerichtet, an der Rücklehne jedes einzelnen Stuhl sind Sprüche aus Märchen geschrieben, an den Holztischen gibts Spiele und auch ansonsten allerlei Spielgerät im Raum verteilt. Besonders gefallen haben mir die bemalten Fenster und die Holzlaternen ohne Glas als Lampen, die in großer Zahl aufgehängt sind. Sieht irgendwie aus wie bei Zwergens. Vermutlich finden in diesem Raum die Aufführungen der Puppenbühne statt.
Danach gehts über den Innenhof ins Schloss. Schon im Erdgeschoss erwarten einem die ersten Zimmer mit Märchendarstellungen, lebensgroße Puppen geben einzelne Szenen wie des Kaisers Neue Kleider oder der Froschkönig wieder.

Darstellung der Märchenszene des Kaisers neue Kleider

Des Kaisers neue Kleider

Alles ist recht aufwändig gestaltet und die alte Einrichtung harmoniert gut mit den Darstellungen, auch im zweiten Stock  und sogar unterm Dach sind die Zimmer fast alle eingerichtet. Ein Rätsel blieben uns die Toiletten auf jedem Stockwerk, verraten wird nichts, auch die Dame an der Kasse konnte uns den Hintergrund nicht erklären, ein kleiner  Spass des Besitzers, Geister……Apropos Geister, es gibt tatsächlich noch einen Gruselkeller, der zwar noch nicht ganz fertig ist, aber schon recht unheimlich wirkt. Meine Lieblingszimmer waren die Speisentafel für den überdimensionalen Froschkönig und das Zimmer vom Wolf und den sieben Geißlein.

Kindgerechte Spiele

Schöne Gaststube mit vielen Spielmöglichkeiten

Die gesamte Villa ist natürlich nicht auf Hochglanz renoviert und hergerichtet, für den Besitzer bedeutet so ein Haus bestimmt ständiges Herrichten, aber was bisher geleistet wurde, hat uns sehr gut gefallen, wir hatten einen wirlich spassigen und stimmungsvollen Nachmittag bei diesem Wetter. Draußen rauschten im wahrsten Sinne die Wälder und drinnen wars schön.

Fazit: Ein Ausflugstipp wenn man mit Kindern unterwegs ist. Aber auch für alle Anderen, vorallem wenn es mal in der Region regnet.