Mit dem Bus zum Cerchov

Nach unserem ersten gelungenen Wanderausflug zum Cerchov, wollte wir unbedingt noch eine weitere der mindestens zehn Möglichkeiten zum Gipfel zu kommen, ausprobieren. Und da wir schon einiges über den Wanderbus zum Schwarzkopfgipfel gehört hatten, beschlossen wir, diesen auszuprobieren und mit einem Wanderweg zu kombinieren.

Wanderbus-Cerchov
Der Bus 520 von Furth i.W. zum Cerchov (CZ)

Vorneweg, seit 2011 gibt es den Wanderbus 520 zum Cerchov, er fährt jeweils Samstag und Sonntag, und an einigen Feiertagen, von Juni-Juli bis Ende September. Den Fahrplan von Ostbayern Bus (auf CZ hier)gibts im Internet zum Downloaden. Dazu muss man noch wissen, dass im Allgemeinen die Zufahrt zum Cerchov gesperrt ist. Es gibt also nur diesen Bus, um den Gipfel mit vier Rädern zu erreichen. Der Fahrpreis für einen Erwachsenen beträgt von Furth i.W. bis zum Gipfel 3,80€ oder 79 Kc (Stand 2019).

Unser Ausgangspunkt war, wie bei der ersten Wanderung, Furth im Wald und hier die Busstation am Bahnhof. Um 9.00h früh startet hier der tschechische Wanderbus 520 Richtung Cerchov. Die Fahrt dauert 1,5Std und wir fanden es interessant, durch Orte wie Babylon, Domaszlice oder Klenci zu tuckern. Wem das zu lange ist, der kann auch in den jeweiligen Orten zusteigen(siehe Fahrplan), oder ab Waldmünchen fahren(Fahrtzeit 30min). Nach und nach füllte sich der Bus und am letzten Stop vor der Gipfelfahrt, ein Wanderparkplatz hinter Klenci, waren dann alle Sitze mit Kind, Kegel, und Kinderwägen besetzt.

Bushaltestelle in Taus
Eine der 4 Haltestellen in Domaszlice/Taus, direkt am Bahnhof

Soweit wir wissen lädt auch der Waldverein an ausgewählten Terminen zu geführten Fahrten mit Wanderung ein.

Also, wir waren richtig begeistert von der Fahrt, einmal auf die gesperrte Strasse in den Wald eingefahren, erwachte bei unserem Busfahrer der Cowboy und wir jagten in rasanter Fahrt auf einer sehr sehr engen Strasse oder einem zweispurigen Plattenweg nach oben, mit Anlauf, um in einer Punktlandung um 10.30h direkt vor dem begehbaren Turm am Cerchovgipfel zum Stehen zu kommen.

Endstation am Cerchov
Die Endstation direkt unterm Turm am Gipfel

Obwohl wir schon mal den Turm bestiegen haben, haben wir den Euro nochmals investiert, um die tolle Aussicht zu genießen. Diesmal haben wir uns auch ein bißchen mehr Zeit gelassen, um die ganzen Gebäude und den Platz zu erkunden.

Der Blick vom Turm hinunter nach Furth im Wald, dahinter der HohenBogen-Rücken,
Osser und der Große Arber

Als Abstiegswanderweg haben wir uns den Hanasteig, angelegt schon im Jahre 1901, ausgewählt. Die Markierung ist weiß-blau-weiß, führt durch ein Naturschutzgebiet und beginnt entweder vorne am Eingangstor des Gipfelplatzes in Richtung Folmava(Vollmau) oder man schlüpft hinter dem Kiosk/Wirtshaus durch ein Loch im Stacheldrahtzahn(aus dem Kalten Krieg).

Militärzaun
Teil des Militärzaunes

Der Weg führt zum Wanderparkplatz Schafberg, ist ca. 10km lang und ein wahrhaftig wunderschöner und auch romantischen Wanderweg. Zuerst geht man einen Pfad durch lichten Buchenwald, befestigt, teilweise mit Steinen als Stufen angelegt, bergab. Es ist ein herrlich entspanntes Gefühl, durch diesen stillen, sonnendurchfluteten Wald zu gehen.

Hanasteig-im-Sommer
Die Steinstufen des Hanasteig
Buchenwald-Hanasteig
Im sonnigen Buchenwald auf dem Hanasteig nach unten
Wanderweg-Hanasteig
Auf dem schönen Wanderweg Hanasteig

Auf den Buchenwald folgen eher Mischwald und Fichten, der Weg wird breiter und auch etwas steiler. Es ist noch immer die Markierung weiß-blau-weiß. Nach einem letzten steilen Stück und ca. 1Std wandern, treffen wir auf einen breiten Weg, den wir kurz nach links entlang folgen. Dann sieht man schon rechts den Pavillon aus Holz, der über den „Böhmischen Brunnen“ errichtet ist. Hier machen wir eine kurze Pause und genießen die absolute Stille im Wald am Cerchov.

Böhmischer Brunnen
Der böhmische Brunnen bietet auch Wanderer Schutz vor Wind und Wetter

Ab hier ändert sich für uns die Markierung in weiß-gelb-weiß. Der Weg führt weiter leicht auf und ab durch den Hochwald bis wir auf eine Forststrasse und dann auf ein kleines geteertes Strässchen treffen, das wir ein kurzes Stück der Markierung folgend entlang wandern. Hier beginnt auch eine gute Ausschilderung als Radweg(2014 Richtung Furth im Wald)

Bei der nächsten Abzweigung zu unserem Ziel wechselt die Markierung in weiß-grün-weiß, der wir weiter folgen bis wir kurz vor der Hochstrasse am Schafberg aus dem Wald kommen und über die Wiesen hinunter zur Grenze schauen können. Tisch und Bänke laden an diesem schönen Ort nochmals zu einer kurzen Rast ein.

Der Fuss-Grenzübergang am Schafberg

Bis zum Wanderparkplatz sind es noch ca. 400m, da wir aber nicht mit dem Auto unterweg sind, wandern wir noch die letzten geschätzten 2 – 3km auf der Hochstrasse Richtung Furth im Wald, wo wir incl. Rast und Pausen nach etwa 3,5 Stunden eintreffen.

Wanderparkplatz-Schafberg
Der Wanderparkplatz am Schafberg bei Furth im Wald

Auch diese Wanderung hat uns wieder sehr gut gefallen, obwohl die einzelne Strecke dann schlussendlich doch noch fast 13km betragen hat. Der Wanderbus war auf jeden Fall eine gute Idee und hat Spass gemacht. Da man ohne Auto unterwegs ist, sollte man sich vorher ein paar Gedanken dazu machen, wie man zu seinem gewünschten Ziel kommt (Wir sind dann einfach noch die Strecke in die Stadt Furth im Wald gelaufen).

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