Palmsonntag -Brauchtum in Ostbayern

Palmsonntag- letzter Sonntag der Fastenzeit

Palmweihe

Am heutigen Sonntag feiert man den Palmsonntag. Im Bayerischen Wald konnte ich heute eine Palmweihe beobachten. Mehrere hundert Gläubige versammelten sich um einen geschmückten Brunnen (Osterbrunnen). Sie wollen ihre mitgebrachten Palmsträuße vom Pfarrer segnen lassen.

Die Tradition der Palmweihe geht auf den Einzug Jesu Christi in Jerusalem zurück. Man streute  den Besuchern ( Ankommenden) in Jerusalem Palmzweige, da Palmen ein heiliger Baum war.

Weidenkätzchen oder Buchs

Bei uns gibt es ja meist keine Palmen, deshalb kommen bei der Palmweihe Weidenkätzchen oder Buchsbaumäste zum Einsatz. Besonders prächtige Palmsträuße sind mit bunten Schleifen oder sogar mit Wachsmedaillons verziert.

Palmzweige

Palmsträuße im Weidenkorb – fertig zur Weihe

Die geweihten Sträußchen werden mit nach Hause genommen und oft hinter das Kruxifix gesteckt. Kinder bringen mehrere Sträuße mit zur heiligen Messe, um diese dann Familienangehörigen mit zu bringen.

Der Brauch der geschmückten Osterbrunnen ist jüngerer Natur. Vor etwas mehr als einhundert Jahren wurden wohl die ersten Osterbrunnen in Franken geschmückt. Dieser Brauch wurde nach und nach in ganz Bayern übernommen. Sehr verbreitet ist er im Bayerischen Wald, wenn auch nicht flächendeckend.

Geschmückter Osterbrunnen

Geschmückter Osterbrunnen

 

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