Planetenweg in Bad Kötzting

Gestern nutzen wir das sonnige, aber nicht zu heiße Wetter, um mal einen Tipp von Iris auszuprobieren.

Planetenweg Sonne

Die Sonne ist der Ausgangspunkt im Kurpark Bad Kötzting

Wir sind den sogenannten Planetenweg von Kötzting nach Wettzell und zurück gegangen. Ausgangspunkt ist der Kurpark in Bad Kötzing. Es war allerdings gar nicht so einfach den Anfang des Weges herauszufinden. Wäre vielleicht eine Anregung an die Zuständigen, steht man nämlich am Eingang des Kurparks, gibt es keinen Hinweis, wohin man sich wenden soll. Auch die Karte des Flyers(Download oder Papier) sagt dazu wenig.

Wegweiser Planetenweg

Die kleinen Wegweiser sind schwer zu finden

Besucher sollten unbedingt auf die leinen Aufkleber “ Planetenweg achten! Wir haben dann am Kiosk(früher neben Minigolf) nachgefragt und es uns wurde dort ganz zuvorkommend weitergeholfen, nicht genug, wir hatten sogar Begleitung bis zum Sonnenhügel, Anfangspunkt des Planetenwegs, nochmals vielen Dank an den netten Herrn!! Auf dem Hügel angekommen entdecken wir, dass wir genau auf der Linie der ehemaligen Natotürme am Hohenbogen und der Wallfahrtskirche Weissen Regen sehen. Beide Ausflugsziele kann man von dort aus sehen.

Der Wanderweg von Bad Kötzting nach Wettzell

Der Wanderweg von Bad Kötzting nach Wettzell am Anstieg zum Ludwigsberg

Eine grundsätzliche Erläuterung zum Planetenweg. Er macht unser Sonnensystem mit der Sonne als Zentrum zum Thema, auf zehn Grantisäulen, alle aus heimischen Material, kann man die zugehörigen Planeten unseres Sonnen-Systems begutachten und etwas über Ausmasse, Beschaffenheit und Besonderheiten erfahren. Die Sonne ist dabei das Mass der Dinge, ihr Durchmesser beträgt auf dem Weg  110cm, zu diesem Mass wird die jeweilige Größe der anderen Planeten an den Stelen sehr anschaulich ins Verhältnis gesetzt. Sonne, Erde, Venus, Merkur, Mars, Saturn, Jupiter, Uranus und Neptun werden auf den Granitsäulen erklärt. Es gibt zwei Besonderheiten, „Wettzell“, ein Kleinplanet, er wurde 1999 entdeckt und nach dem Geodätischen Observatorium in Wettzell genannt. Seine „Stele“ befindet sich im Wirtsgarten der neben dem Kurpark gelegenen Brauerei Lindner. Dann noch die Gedenktafel in Wettzell für den weiteren Kleinplaneten Pluto.

Kurz vor dem Richtplatz sieht man gerade rüber zur Wallfahrtskirche Weissen Regen

Kurz vor dem Richtplatz sieht man gerade rüber zur Wallfahrtskirche Weissen Regen

Der Planetenweg beginnt also im Kurpark, zu erkennen an der großen gelborangenen Kugel nah beim Holzpavillon in der geschätzten Mitte und führt am Regen entlang mit den Planeten Sonne, Erde, Venus, Merkur und Mars. Danach überquert man den Fluss in Richtung Brauerei Lindner, dort im Hof befindet sich ebenfalls eine Granitstele. Beim Wirtsgarten gehts nach links bis zur Ampel, dort überquert man die Strasse und steht am Fuss des sogenannten Ludwigsberges, von dort geht es in den Wald hinein zu den nächsten Planetenstelen. Der Weg ist teilweise mässig ansteigend, manchmal aber auch kurze Strecken recht steil und führt zum größten Teil durch den Wald. Die Beschaffenheit des Weges ist wahrscheinlich schon für Kinderwägen geeignet, aber die Kondition des jeweiligen „Schiebers“ muss schon ausdauernd sein, um die Steigungen zu bewältigen. Also nicht unbedingt zu empfehlen. Jetzt kommen wir an einem großen Felsen vorbei, dem Schwedenstein. Er erinnert an den Dreißigjährigen Krieg im Jahre 1633 als die Schweden Kötzting überfallen haben und über 200 Menschen starben.

Der Schwedenstein am Ludwigsberg von Bad Kötzting erinnert an die vielen Opfer im Jahre 1633

Der Schwedenstein am Ludwigsberg von Bad Kötzting erinnert an die vielen Opfer im Jahre 1633

Vorbei am früheren Richtplatz, der Ludwigsberg war mal der Galgenberg von Kötzing. 1813 wurde dam Richtplatz der letzte Mörder mit dem Schwert hingerichtet. Am Wegesrand erreicht man eine Lichtung mit fantastischen Ausblick über einen Teil Kötztings und hinüber zur Wallfahrtskirche „Weißen Regen“. Danach gehts wieder in den schattigen Wald, rechts vorbei am Ludwigsturm und dem Ort der Waldfestspiele von Bad Kötzting zu den letzten Granitstelen. Am Festplatz sieht man einen Aussichtstturm, der aber nur zur Kulisse des Festspieles dient und nicht bestiegen werden ann. Wäre auch sinnlos, oben angekommen kann man nur Wald sehen, da der Tur nicht sehr hoch ist. Der gesamte Weg ist etwa 3,5km lang und man kann ihn wahrscheinlich recht flott durchlaufen, wir haben uns allerdings recht viel Zeit gelassen, da wir uns noch alles mögliche angesehen und mehrere Pausen gemacht haben.

Auf dem Rückweg waren wir auch noch im kleinen Mühlenladen direkt neben dem Kurpark. Ein Besuch lohnt sich um frisches Mehl oder Müsli direkt vom Erzeuger zu kaufen.

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of your company name or keyword spam.