So macht man einen Apfelstrudel

Bei meinem letzten Besuch im Bayerischen Wald durfte ich einer Köchin beim Strudel machen über die Schulter schauen. Apfelstrudel wird zwar nicht nur im Bayerischen Wald sondern auch in anderen Regionen gebacken. Aber die bayerisch/böhmische Küche lockt immer wieder mit besonderen Gerichten. Heute mal eine Süssspeise die aber auch als Hauptgericht gerne gegessen wird. Ein solcher Strudel reicht mir als Mahlzeit komplett aus.

 

Fertiger Apfelstrudel

Fertig gebackener Apfelstrudel aus dem Bayerischen Wald

Hier seht ihr den Arbeitsablauf für einen Apfelstrudel wie er im Bayerischen Wald immer seltener  gebacken wird.

Das Rezept dazu stammt aus dem kleinen Heft der Landfrauen aus Cham, dass es aber leider nicht mehr zu kaufen gibt.

Zutaten für den Teig, ausreichend für 4 große Strudel:

350 gr Mehl

1 Ei

1 Eßlöffel Öl

Prise Salz

Lauwarmes Wasser

Aus diesen Zutaten wird ein mittelweicher Teig geknetet und mindestens 30 Minuten unter einem Tuch ruhen gelassen.

Weitere Zutaten für die Füllung:

Äpfel, Rosinen, Zucker, Zimt, Rum, Sauerrahm, zerlassene Butter und etwas Semmelbrösel.

Die zerlassene Butter wird auf dem ausgerollten Teig verteilt und mit etwas Semmelbrösel bestreut. Durch die Semmelbrösel läuft die Butter nicht davon 🙂

Danach verteilt man Sauerrahm auf etwa die Hälfte des Teiges (siehe Foto unten) als Grundlage für die dünn geschnittenen Äpfel. Natürlich kann man immer wieder zwischendrin kombinieren. Wer keine Rosinen mag, läßt sie halt weg, wer es  mag nimmt statt Sauerrahm, Creme Fraiche. Wer es nicht so heftig mag, läßt eben einfach auch die Butter weg usw. Dann kommen die Rosinen, etwas Rum und Zucker über die Äpfel.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass der Teig sehr dünn ist. So dünn, um die berühmte Zeitung hindurch lesen zu können. Macht man das nicht sorgfältig genug, wird der Teig nachher beim Backen trocken und steif. Nur der dünne Teig ist wirklich optimal. Deshalb auch der Trick mit dem Tuch. Nur mit dem Leinentuch bekommt man den Dreh auch als Laie wirklich hin. Macht hier nicht den Fehler so einen 1 cm dickes Plättchen zu falten und in den Ofen zu schieben.

Der fertig gewickelte Apfelstrudel kommt in eine gefettete Auflaufform oder ein Backblech mit Backpapier. Die Fotos unten zeigen euch einige Arbeitsschritte hin zum Strudel.

Im Ofen wird der Strudel dann bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten goldgelb gebacken. Zwischendurch sollte man den Apfelstrudel immer wieder mal mit Butter oder Milch bestreichen damit er nicht zu trocken wird.

Wenn ich mir meine Fotos so anschaue, bekomme gleich wieder Hunger auf leckeren Strudel.

 

Vielen Dank an Frau Haimerl das ich in  ihrer Küche stehen durfte und sie mir ihre Backvariante anvertraut hat.

Teig für Strudel

Der Teig wird in 4 Teilen unter einem Tuch 30 min. ruhen gelassen

 

Der Strudelteig wird ganz dünn ausgerollt.

Der Strudelteig wird ganz dünn ausgerollt.

Strudelteig mit Tuch

Der dünn gerollte Teig kommt auf ein mit Mehl bestäubtes Leinentuch

Apfelstrudel selbst machen

So sieht der Strudel vor dem zusammen rollen aus. Das Tuch hilft den Strudel besser zu handhaben.

 

Tuchtechnik für Apfelstrudel

Rechts und links einklappen und mit Hilfe des Tuches kann der Teig jetzt zusammen gerollt werden.

Geformter Apfelstrudel

Kurz bevor die Leckerei in den Backofen kommt. Nur noch mit Butter oder Milch bestreichen und dann ab in den Ofen.

 

Habt ihr schon mal Strudel gemacht? Welche Zutaten nehmt ihr dazu?

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