Wie komme ich zum Teufelstisch?

Der sogenannte Teufelstisch, eine ungewöhnliche und geheimnisvolle  Felsformation aus Granit, bildete unser Ziel bei einer kleinen Wanderung beim Örtchen Bischofsmais nahe des Skigebietes Geißkopf.

Teufelstisch Granitfelsformation

Der Teufelstisch im Bayerischen Wald nahe Bischofsmais- Mitte März liegt oft noch Schnee

Am Wochenende haben wir das schöne Wetter genutzt, um uns endlich mal auf den Weg zum geheimnisvollen Tisch zu begeben. Den Ort Bischofsmais erreicht man von der Autobahn in Deggendorf kommend am besten über die Ruselstrecke von Deggendorf her, von Cham/Regensburg über die Landstrasse her bis Ruhmannsfelden, dann vor dem Ort in Richtung Skigebiet Geißkopf abbiegen. In Bischofsmais angekommen, durchquert man den Ort und fährt dann noch ca. 2km bis zur Wastlsäge(ausgeschildert), dort ist der Wanderweg Teufelstisch schon ausgeschildert.  Geparkt haben wir auf einem großen Parkplatz in der Nähe des Hotels Morada. Von dort aus geht es dann einen breiten Waldweg, Wanderweg Nr. 3, weiter, immer der guten Beschilderung nach. Wir haben den Hauptweg und nicht den als Privatweg ausgeschilderten zweiten Pfad genutzt. Er führt recht moderat ansteigend ca. 1-1,5km in den Wald hinein. Im Moment sind allerdings noch relativ viel vereiste und schneige Stellen auf der Strecke, aber mit Stöcken und guten Schuhen gibts keine Probleme.

Wanderschild Teufelstisch

Wanderschild nach dem ersten Abschnitt

Nach ca. 15min erreicht man im Wald eine Abzweigung, wir sind hier rechts abgebogen, einem Schild mit der sinnigen Aufschrift „Teufelstisch schwieriger Aufstieg“nach. Ob es eine andere, weniger anstrengende Möglichkeit auch noch gibt, haben wir nicht mehr nachgeschaut, schließlich waren wir voller Tatendrang von wegen „erste Frühjahrswanderung“ und wollten endlich diesen Tisch des Teufels sehen. Es war dann aber schon etwas anstrengend, teilweise noch Eisschneestellen, steinig und steil. Außerdem lagen noch vom Schneebruch ungeknickte kleinere Bäume quer. In der Mitte dieser Aufstiegsstrecke sollte man sich von einem gut ausgetretenen Weg, der leicht nach rechts unten führt nicht irritieren lassen, wir sind natürlich gleich dort entlang gegangen und im Dickicht gestrandet. Es geht auf jeden Fall weiter steinig aufwärts. Bis nach oben auf den Kamm sind es insgesamt nochmals etwa 15-20min, ausgeschildert bei der genannten Abzweigung sind 1,5km. Ohne Schnee und Eisstellen, gehts vielleicht ein bißchen schneller, muss aber nicht. Oben angekommen steht man auch vor einer Felsformation, nein …..nicht der Tisch….., von da geht man nach links noch eine kurze Strecke und man ist da. Die Formation aus sogenannten Wollsackgranitsteinen sieht wunderbar aus, fanden wir jedenfalls. Man kann drum herum laufen und es führt auch ein Weg weiter. Für uns war es allerdings schon zu spät am Nachmittag, um weiter zu gehen. Wir sind kurz darauf wieder hinuntergestiegen.

Wanderweg3

Der Wanderweg Nr.3 auf dem schwierigen Teil zum Gipfel

Auf der Beschilderung unten am Parkplatz steht 2,5km, von ein paar Gehminuten, wie manche berichten, kann jedenfalls nicht die Rede sein. Jedenfall haben wir unter erschwerten Bedingungen etwa 40min hinauf und aus den gleichen Gründen solange auch wieder nach unten gebraucht, gefallen hats uns sehr gut, eine nette kurze Wanderung gut geeignet zum Frühjahrsauftakt mit lohnendem Ziel. Für Kinder ist der Weg unserer Meinung nach auch geeignet, allerdings nicht für Wanderer mit Kinderwagen, auch unten durch den Wald nicht. Und die kurze Strecke sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass man gute Wanderschuhe braucht.

Warum der Teufelstisch so heißt, lt. Sage soll der Teufel auf dem Weg vom Örtchen Farnbach her mächtig Hunger bekommen haben und in Ermangelung eines Tisches, wer hat den schon immer dabei, hat er sich aus umliegenden Steinen einen gebaut. Als er gerade zu Essen beginnen wollte, begann ein Glashüttenglöckchen zu leuten, das war für den Teufel nicht auszuhalten und er verschwand und ließ den Tisch stehen.

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