Wie kommt man zum Höllensteinsee?

Der über 5 km lange Höllensteinsee,ein Stausee, liegt zwischen den Städten Bad Kötzting und Viechtach. Wegbeschreibungen dahin sind nicht gerade häufig zu finden und meistens etwas unbefriedigend. Auch mit dem Auto ist es nicht ganz einfach. Deshalb haben wir uns heute auf den Weg gemacht, um heraus zu finden, wie man am besten zum See finden

Höllensteinsee

Blick über den Stausee

Der einfachste Weg dürfte von Bad Kötzing aus Richtung Wettzell/Viechtach führen, eine kleine Strasse durch den Wald mit einer  Ausschilderung leider erst direkt kurz vor der Abbiegung. Man kommt hier auf den großen Parkplatz des Restaurant/Cafes direkt über dem See, zu dem man dann nach unten gehen kann. Einen zweiten Weg haben wir heute genommen, ebenfalls über Bad Kötzing Richtung Miltach auf der St 2140. Kurz vor der Kreuzung Blaibach links in die B5 abbiegen, in Richtung Wimbach. Durch die kleinen Orte, Untergschaidt, Wimbach, Krailing, dort nach dem Ort gibt es eine Kreuzung mit den Richtungen Grub/Höllensteinsee.

Es geht ein kleines kurviges Sträßchen weiter Richtung See und zum Schluss mündet die Strasse in einen Wirtschaftsweg, der nicht geteert ist und schon ca. 3km lang durch den Wald führt. An der Seite sieht man beim letzten Stück schon den See durchschimmern. Am Ende führt die Strasse am Bootsverleih vorbei zum Parkplatz. Diese Strasse kann man übrigens auch von Viechtach über Prackenbach herkommend nehmen.

Unterhalb der Staumauer in Richtung Blaibach

Unterhalb der Staumauer in Richtung Blaibach

Staumauer Höllenstein

Blick zum Ausflugslokal oberhalb der Staumauer

Von hier weg geht man zu Fuß über die Staumauer um auf die andere Seeseite zu wechseln, und um den Ausblick aufs Wasser zu geniessen. Bei schönem Wetter lohnt sich auch ein Ausflug auf dem Wasser, mit dem Ruderboot oder auch mit einem Tretboot. Bei unserem Besuch hat es leider leicht geregnet und wir haben dann auf eine Ruderrunde verzichtet. Die Ruhe und Stille am See sind hier überwältigend und sind ganz überrascht das es trotz der Pfingstferien nur wenige Ausflügler hierher lockt. Aber, wie wir erzählt bekommen, ist bei schönem Wetter einiges los und das ist bei dieser Idylle nicht verwunderlich.

Fussweg Hölleneinsee

Fußweg am Höllensteinsee entlang – teilweise sehr schmal und unwegsam.

Den See kann man auch wandernd umrunden, für die ganze Strecke sollte man wahrscheinlich schon eine Tagestour einplanen. Der Höllensteinsee selbst ist etwa 5,6km lang. Der Pfad führt die meiste Zeit direkt am Wasser entlang und ist für Rollstuhl oder Kinderwagen nicht geeignet. Die andere Möglichkeit ist der Weg Fluss abwärts bis zum Blaibacher See (ca. 2 km). Hier entdecken wir auch die Zeichen mit den  blauen Fischen, die den Fischerweg kennzeichnen. Der Fischerweg ist ein Wanderweg, der am Kurpark in Bad Kötzting seinen Anfang nimmt.
Von einer ganzen Seeumrundung haben wir schließlich vor allem wegen des Wetters abgesehen, aber auch die Zeit hätte heute nachmittag, nach Aussage von erfahrenen Einheimischen, die wir trafen, nicht mehr gerreicht, die Tour dürfte schon mehr als 4-5 Stunden Zeit in Anspruch nehmen.
Der kleine Aufstieg hinauf zum Ausflugslokal lohnt sich ebenfalls. Von hier oben hat man den Panoramablick über fast den halben Stausee.

Der Höllensteinstausee wurde in den Jahren 1923 bis 1926 erbaut und dient bis heute der Stromerzeugung. Die Höllenstein Aktiengesellschaft HÖLLAG errichtete das Stauwerk um die Stromversorgung der Straubing zu gewährleisten. Das Kraftwerk und der See gehören interessanterweise der Stadt Straubing.

Bootsverleih

Bootssteg am See mit Bootsverleih

Wir finden, dass dieser wunderschön gelegene Höllensteinsee auf jeden Fall einen Ausflug wert ist, sowohl einen kurzen mit entspannten Wandern als auch eine Tagestour, sowohl bei einem Wetter wie heute, wo er mystisch und geheimnisvoll wirkt, als auch bei Sommerwetter, wo man sich auf allen Plätzen von der Sonne verwöhnen lassen kann.

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