Zündholzproduktion im Bayerischen Wald

Das kleine Zündholz-Museum in Grafenwiesen bei Bad Kötzting

Zündholzmuseum

Das Zündholzmuseum in Grafenwiesen

Bis zum Jahre 1985 wurden deutsche Zündhölzer überwiegend in der Gemeinde Grafenwiesen nahe Bad Kötzting gefertigt. Mit dem Gebrauch von Feuerzeugen, um unseren Kamin oder den Herd anzuzünden, ist dies nun jedoch Geschichte. Wie es zu den Glanzzeiten der Streichholzproduktion war,  das kann man anschaulich im Zündholzmuseum sehen. Begonnen hat die Herstellung von Zündhölzern in Grafenwiesen um 1878, ab 1929 erwarb die Fabrik Robert Czerweny von Arland die Firma im Bayerischen Wald und baute sie groß aus. Das Zündholzmonopol aus dem Jahr 1930 war natürlich ein gute Basis fürs Geschäft, die Produktion und Absatz von bis zu 24 Millionen Zündhölzer pro Tag in Grafenwiesen ermöglichte.

Rund Zündholzschachteln

Die ersten Verpackungen für Zündhölzer bestanden aus runden oder ovalen Holzschachteln

Das kleine Museum erzählt alles Wissenswerte rund um die sogenannten“Welthölzer“.  Es befindet sich im 2. Stock eines Hauses nahe der Kirche und ist auf 2 Räume aufgesteilt. Vom Treppenhaus aus kann man noch das Firmengelände sehen auf dem heute die damaligen Besitzer Holztore, mit ca. 30Beschäftigten, herstellen.

Probleme bzgl. der Mischung des Zündkopfes, warum Pappelholz, und mehr, das  kann man in einem 12minütigen Film erfahren, der im  kleinen Nebenraum gezeigt wird.

Zündholzschachteln ca. 1920

Wir fanden das Museum interessant, vor allem, da man gemeinhin nicht mit einem Deutschlandmonopolisten gleich welcher Art im Bayerischen Wald rechnet. Auch wenn es nicht sehr  groß, wird man vollumfänglich über die „Schwefelhölzer“ informiert. Manche Details zur Herstellung von Zündhölzern dürfte selbst Einheimischen nicht bekannt sein.

Ein kleiner Kritikpunkt sind die Öffnungszeiten, aber es gibt ja auch keinen Massentourismus für Zündhölzer. Im Zweifelsfall sollte man sich im Internet informieren, oder, wenn man in der Gegend ist, spontan vorbeischauen.

Wir empfehlen euch einen Besuch in Grafenwiesener Museum für alle, die sich für die wirtschaftliche Geschichte im Bayerischen Wald interessieren. Und natürlich für alle Neugierigen.

Welthölzer Zünddolzschachteln

Zwei Zündholzschachteln aus der Produktion in Grafenwiesen.

Das Zündholzmuseum befindet sich nur etwa 50 Meter von der Kirche entfernt.

Die Öffnungszeiten:

Ab Ostersonntag, 27. März bis Sonntag, 30. Oktober 2016
jeweils Mittwoch, Donnerstag, Sonn- u. Feiertage: 14-16 Uhr

Ausserdem am 04./05./06. Januar 2017 jeweils von 14-16 Uhr

Einrittspreis: 2 Euro, ermäßigt 1,50€

 

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